So nachhaltig ist die Assekuranz

12.02.2021

Foto: © Bits and Splits - stock.adobe.com

Kein Versicherungsschutz für bestimmte Branchen

Rückgrat des Unternehmertums ist Versicherungsschutz. Entsprechend kann die Assekuranz auch hier steuernd tätig werden, nämlich in dem sie bestimmte Branchen oder Unternehmen nicht versichert und damit deren geschäftliche Tätigkeit deutlich erschwert. Reinen Personenversicherern bleibt dieses Instrument jedoch verwehrt. Von den übrigen Versicherern schließt mehr als die Hälfte aus, wegen Nachhaltigkeitsgesichtspunkten bestimmten Branchen oder Unternehmen Versicherungsschutz zu gewähren. Die wichtigsten Ausschlusskriterien sind derzeit die Kohleindustrie, der Abbau von Öl- oder Teersanden, die Waffenindustrie oder die Kernenergie.

Weitere Untersuchung in Zukunft geplant

Laut Franke und Bornberg ist aus dem ESG-Report noch kein Gesamtbild über den Nachhaltigkeitsstatus der deutschen Versicherungsbranche zu entnehmen, dafür seien die Informationen bislang noch zu unterschiedlich. Die Untersuchung liefere nur den Status quo und werde der jeweiligen Entwicklung und den dahinterstehenden Anstrengungen nicht gerecht. Nur bei einer Betrachtung über längere Zeiträume könnten Sondereffekte angemessen gewürdigt werden. Um dies zu erreichen wird Franke und Bornberg auch in Zukunft Nachhaltigkeitsdaten erheben. Somit können Trends aufgespürt und die weitere Entwicklung verfolgt werden. Nicht zuletzt, damit sich Verbraucher orientieren und Vermittler der bald in Kraft tretenden Pflicht zur Nachhaltigkeitsberatung nachkommen könnten, seien klare und verständliche Standards wichtig. Aus diesem Grund will Franke und Bornberg die Vorgaben weiter präzisieren und Standards für eine einheitliche Berichterstattung vorantreiben.  Ein Ratingverfahren, das den Qualitätsstandards von Franke und Bornberg gerecht wird, stehe erst am Ende dieser Entwicklung. „Auch wenn es noch keine einheitlichen Standards gibt und Versicherer ihr Potenzial häufig noch nicht voll ausschöpfen, ist die Versicherungsbranche auf einem guten Weg“, so Michael Franke abschließend.

Interessierten Kreisen steht der Nachhaltigkeitsreport von Franke und Bornberg hier kostenlos zur Verfügung. (ahu)