IVFP: Rating der Selbstständigen Berufsunfähigkeitsversicherung

03.04.2025

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In seinem aktuellen Selbstständigen Berufsunfähigkeitsversicherungsrating (SBU-Rating) hat das Institut für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) 68 Tarife der Selbstständigen Berufsunfähigkeitsversicherung von 43 Anbietern anhand von über 100 Kriterien untersucht. Wie in den vergangenen Jahren wurden die Tarife in den ausgewählten Teilbereichen Unternehmensqualität, Preis/Leistung, Flexibilität und Transparenz ausführlich geprüft.

Sechs Berufsgruppen sowie deren Absicherungsmöglichkeiten werden in vier Teilbereichen, Unternehmen 20 %, Preis-Leistung 50 %, Flexibilität 20 % und Transparenz & Service 10 % einer umfassenden Analyse unterzogen. Das Rating verzichtet jedoch darauf, alle möglichen Einzeltarifvarianten für jede Berufsgruppe aufzulisten, wie beispielsweise mit oder ohne Arbeitsunfähigkeits-Absicherung (AU). Wichtige Tarifmerkmale werden in den Bereichen Preis-Leistung bzw. Flexibilität abgefragt, ohne als eigene Tarifvariante aufgeführt zu werden.

Die SBU als Vollsortimenter in der Absicherung biometrischer Risiken wächst weiter und verändert sich zugleich. So ist die AU-Leistung über die Jahre bei knapp über 70 % der Tarife integriert worden, am besten optional zu versichern. Die Kosten dafür sind meist erträglich, über alle untersuchten Tarife führt dies zu einem gemittelten Mehrbetrag von etwa 8 %.

Eine weitere, optionale Spezifikation ist die Absicherung der `schweren Krankheiten`, mit knapp über 60 % in den Tarifen abschließbar – Tendenz steigend.

Eine sehr neue Veränderung ist die Unterscheidung zwischen Raucher und Nichtraucher. War dies in der Vergangenheit eher der Risiko-LV vorbehalten, wird in der SBU mehr und mehr auch hier unterschieden. Dieses Risiko wird von den Anbietern allerdings sehr unterschiedlich bewertet. Zwischen knapp 3 Euro und über 20 Euro ist der Preisanstieg in der Prämie kalkuliert. (mho)

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