Die Nummer 1 kommt aus dem hohen Norden

28.08.2020

Vechta, die Heimat der Alten Oldenburger / Foto: © Roman – stock.adobe.com

Steigende Schadenaufwendungen

Anders als die Verwaltungskostenquote entwickelten sich im vergangenen Jahr die Schadensaufwendungen (Aufwendungen für Versicherungsfälle und Veränderung der Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle), die um 811,1 Mio. Euro auf 29,3 Mrd. Euro stiegen. Somit erhöhte sich die Schadensquote um 1,6 Prozentpunkte auf 79,4 %.

Ob und wie stark die Bilanzen der Privaten Krankenversicherer durch die Corona-Krise beeinflusst werden, lässt sich laut den Autoren des map-report derzeit kaum prognostizieren. Bislang sehe es für die Branche nicht kritisch aus, denn ein Großteil der pandemiebedingten Gesundheitskosten wird vom Bund getragen. Jedoch ist bislang nicht seriös voraussagbar, wie sich die Situation in Zukunft entwickeln wird. Unter den gegebenen Umständen würden sich die Versicherer jedoch gut gerüstet zeigen.

Neue Rekorde

Die Kapitalanlagen der Privaten Krankenversicherer haben im vergangenen Jahr um 6,3 Mrd. Euro zugenommen und liegen nun auf dem neuen Rekordwert von 294,1 Mrd. Euro. Auf exakt dem gleichen Wert und ebenfalls auf einem historischen Höchststand liegen die Altersrückstellungen, die um 2,8 % stiegen. Gestiegen ist auch die Nettorendite der Kapitalanlagen, die 2019 mit 3,26 % um 0,23 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert lag. Die größten Erträge mit ihren Kapitalanlagen hatte die auf Brillenversicherung fokussierte HanseMerkur Speziale mit 3,99 %, eine Steigerung um 0,33 Prozentpunkte. Gesunken ist hingegen die laufende Durchschnittsverzinsung: So lag diese im abgelaufenen Geschäftsjahr mit 2,8 % um 0,33 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert. (ahu)