Versicherungskammer legt weiter zu
31.03.2025

Foto: Prof. Dr. Frank Walthes, Vorstandsvorsitzender des Konzerns Versicherungskammer © Versicherungskammer
Die beiden Gesundheits- und Pflegeversicherer, die Bayerische BeamtenKrankenkasse (BK) und die bundesweit tätige Union Krankenversicherung (UKV) steigerten die Bruttobeiträge um 3,8 Prozent auf 3,13 (VJ: 3,01) Mrd. Euro. Dazu trugen sowohl ein sehr erfreulicher Anstieg im Neugeschäft von plus 24 Prozent als auch notwendige Beitragserhöhungen bei.
Neben den Zuwächsen in der Vollversicherung und Pflegezusatversicherung merkt Walthes an: „Insbesondere unsere betriebliche Krankenversicherung entwickelt sich weiter sehr positiv. Wir sind stark im Markt und sehen konstant zweistellige Zuwachsraten.“ So stieg die Anzahl der im Rahmen der betrieblichen Krankenversicherung versicherten Personen seit 2020 um mehr als 50 Prozent. Ende 2024 kamen mehr als 300.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer über den Konzern Versicherungskammer in den Genuss dieses wichtigen Ergänzungs-bausteins zur Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV).
Die Bruttobeitragseinnahmen in der Lebensversicherung erreichten marktkonforme 2,28 (VJ: 2,36) Mrd. Euro. Im Neugeschäft mit Einmalbeiträgen konnte die Position unter den größten Lebensversicherern im deutschen Markt erneut gesichert werden.
Durch Effizienzmaßnahmen konnten die Kostenquoten 2024 gesenkt werden. Die Ertragslage zeigt sich im Rohüberschuss, der Zuführung zur Rückstellung für Beitragsrückerstattung und im Jahresüberschuss mit 75 Mio. Euro äußerst positiv. Dabei wird mit 61 Mio. Euro der größte Teil im Unternehmen als Gewinnrücklage verbleiben und als zusätzliches Risikokapital zur Ertragsoptimierung zur Verfügung stehen.
Für das laufende Jahr erwartet der Konzern Versicherungskammer ein Wachstum über Marktniveau. Zwar müsse man die Regierungsbildung und die Entwicklung der transatlantischen Beziehungen abwarten, gibt Walthes zu bedenken. „Doch gehen wir davon aus, dass Deutschland die rasante Zinsentwicklung und die Inflation in den Griff bekommt. Von der neuen Regierung erwarten wir einen Abbau des vielseitigen Reformstaus und positive Impulse für unsere Volkswirtschaft.“
„Wir als Versicherungskammer haben konkrete Vorschläge zur notwendigen Reform der Altersvorsorge, der Weiterentwicklung unseres Gesundheitssystems, zur Finanzierung der notwendigen Transformation und zur Elementarschadenpflicht-Versicherung. Nicht zuletzt auch zum Abbau von Bürokratie und der überbordenden Regulierung. Unsere Konzepte sehen wir als gesellschaftlichen Beitrag für die Zukunft unseres Landes. Wir engagieren uns für eine sichere und stabile Perspektive“, so Walthes. (mho)

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