R+V Rekord bei Beitragseinnahmen und Konzernergebnis
31.03.2025

Norbert Rollinger, Vorstandsvorsitzender der R+V Versicherung. Foto: © R+V Versicherung
Steigender Trend bei Schäden durch Naturgefahren hält an
Das Geschäftsjahr 2024 war in Bezug auf Elementarschäden vor allem von kleineren und mittleren Ereignissen geprägt. Auch wenn schwere Großereignisse wie die Ahrtal-Flut im Jahr 2021 im zurückliegenden Geschäftsjahr ausgeblieben sind, ist dennoch auch in durchschnittlichen Schadenjahren ein kontinuierlicher Anstieg der Schäden zu verzeichnen. Die Auswirkungen des Klimawandels sind deutlich zu spüren. Das Schadenvolumen in der Elementarschadenversicherung belief sich 2024 auf 442 Millionen Euro nach 391 Millionen Euro im Jahr zuvor.
Der gesamte Schadenaufwand in der Schaden-/Unfallversicherung erhöhte sich 2024 um 3,9 Prozent auf 5,5 Milliarden Euro. Grund dafür war die weiterhin hohe Inflation, sodass auch die Kosten für Reparaturen und Ersatzteile weiter hoch blieben. Das war insbesondere in der größten Schaden-/Unfall-Sparte, der Kfz-Versicherung, zu spüren. Da die R+V ihr Beitragsvolumen in der Kfz-Versicherung um 3,6 Prozent auf fast 3 Milliarden Euro steigern konnte, sank die Combined Ratio im Jahr 2024 auf 103 Prozent (2023: 106,7 Prozent).
Auch im Geschäftsjahr 2024 lagen die Verwaltungskostenquoten der R+V in allen Segmenten wie schon seit Jahren weiterhin auf niedrigem Niveau: Schaden/Unfall: 11,3 Prozent (Vorjahr: 11,1 Prozent), Leben/Pension: 1,5 Prozent (Vorjahr: 1,4 Prozent), Kranken: 2,1 Prozent (Vorjahr: 2,1 Prozent).
2025: Umsatzplus von 9,0 Prozent in den ersten beiden Monaten
In den ersten beiden Monaten des laufenden Jahres legte die R+V beim Umsatz in der inländischen Erstversicherung deutlich um 9,0 Prozent auf 5,3 Milliarden Euro zu. Alle Segmente verzeichneten ein Beitragsplus. Die Beiträge in der Schaden- und Unfallversicherung steigerten sich im Vorjahresvergleich um 7,0 Prozent, die Krankenversicherung wuchs um 6,5 Prozent und die Lebensversicherung verzeichnete ein Plus von 14,4 Prozent.
„Für das Gesamtjahr erwarten wir insgesamt ein Wachstum in allen Sparten mindestens auf Branchenniveau“, erklärte R+V-Chef Rollinger.
Neue Unternehmensstrategie NextLevel gestartet
Die R+V startet 2025 mit einer neuen Unternehmensstrategie, die den Weg für die kommenden fünf Jahre vorgibt. Das Ziel: die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens nachhaltig sichern und ausbauen. Der Name „NextLevel“ ist Programm. Die Strategie knüpft in Bezug auf Digitalisierung, Kundenorientierung und Prozessoptimierung an die Vorgängerstrategien an. Vielfältige Herausforderungen erfordern jedoch, dass sich die R+V bis 2030 deutlich verändert – sie bleibt dabei ihren genossenschaftlichen Wurzeln und Werten treu.
„Wir wollen ein neues Level in der mehr als einhundertjährigen Erfolgsgeschichte der R+V erreichen“, erläuterte Rollinger. Mit einer neuen Struktur, stringenter Steuerung und einer konsequenten Kundenzentrierung will die R+V in den kommenden Jahren auf ihren ertragreichen Wachstumskurs zurückkehren und wieder Kunden und Marktanteile gewinnen.
Um die strategischen Ziele umfassend im Unternehmen zu verankern, werden zwei neue Vorstandsressorts etabliert: Im Ressort „Operations und IT“ werden alle unternehmensweiten Operations-Einheiten und das bisherige Ressort IT vereint. Das Ziel ist es, Schnittstellen zu reduzieren sowie Prozesse durchgängig zu gestalten und damit für die Kundinnen und Kunden weiter zu beschleunigen. Dabei helfen auch Automatisierung und der Einsatz von KI. Das neue Ressort „Finanzen und Risikomanagement“ übernimmt die zentrale unternehmensweite Steuerung in der R+V Gruppe. Hier werden alle Kontroll- und Steuerungsfunktionen zusammengeführt mit dem Ziel, dass Kapital und Ressourcen im gesamten Unternehmen maximal effizient eingesetzt werden.
Weiterer Strategieschwerpunkt ist, das große Geschäftspotenzial in den Genossenschaftsbanken noch besser zu nutzen. „Mit höherer Geschwindigkeit und Effizienz wollen wir unsere Kundinnen und Kunden begeistern, im Wettbewerb punkten und Marktanteile gewinnen“, erklärte R+V-Chef Norbert Rollinger. Das Beitragsvolumen der R+V Gruppe soll bis 2030 auf mehr als 25 Milliarden Euro steigen. Außerdem hat sich die R+V bis dahin zum Ziel gesetzt, ein Konzernergebnis zu erwirtschaften, das stabil oberhalb von 1,5 Milliarden Euro liegt.
Eine Pressemitteilung der R+V Versicherung.

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