Es ist die private Wirtschaft – Dummkopf!

30.11.2016

Daniel Zindstein

Das Pendel der Globalisierung schlägt zurück

Die Menschen sind seit gut einem Viertel-Jahrhundert einer zunehmenden Globalisierung ausgesetzt. Mit dem Fall des Eisernen Vorhangs nahm die Dynamik dieses Prozesses stetig zu. Zwar konnte unsere Wirtschaft in Osteuropa und Südostasien neue Märkte erschließen, gleichzeitig konkurrierten diese Länder jedoch mit günstigen Arbeitskosten gegenüber den heimischen Produktionsstätten. Durch die Digitalisierung beschleunigte sich dieser Prozess zusätzlich auf beängstigende Weise.

Doch nicht nur die internationale Arbeitsteilung und der globale Konkurrenzkampf durch das Internet führen zu einer für viele furchterregenden Dynamik in internationalen wirtschaftlichen Prozessen. Auch die Politik ging dazu über, immer stärker Entscheidungen auf supranationale Ebenen zu verlagern. Leider sind solche Einrichtungen aus Sicht der Bürger oft nicht ausreichend demokratisch legitimiert, nicht im eigenen Land ansässig und fällen häufig Entscheidungen, die nur schwer nachvollziehbar sind. Als Beispiele sind hier zu nennen: Eine EU-Kommission, die oft nationale Regierungsentscheidungen umgeht und für die Mehrzahl der Gesetzesinitiativen in den einzelnen Ländern steht; eine Europäische Zentralbank, die eine gemeinsame Geldpolitik für 19 Staaten machen soll, welche jedoch alle unterschiedliche wirtschafts-, sozial-, kulturelle- und gesellschaftliche Strukturen und gewachsene Traditionen haben; eine Nato, die Freund und Feind definiert und darüber hinaus in allen Fragen möglichst so argumentiert, dass sich diese Organisation selbsterhält und unverzichtbar macht.

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