Warum Immobilien weiterhin hoch im Kurs stehen

08.06.2020

Gerrit Büter, geschäftsführender Gesellschafter G. Büter Bauunternehmen GmbH / Foto: © G. Büter Bauunternehmen GmbH

Professionell und langfristig ausgerichtete Immobilien-Investments werden jetzt und in Zukunft stabile Renditen erbringen, auch wenn die Preise weiterhin steigen. Stabile Erträge zwischen drei und fünf Prozent sind bei gut gepflegten Objekten mit einer nachhaltig planbaren Nutzung immer möglich. Dabei kommt es unter anderem auf zukunftsfähige Baukonzepte (Stichwort ökologisches Bauen) und einer soliden Finanzierung mit ausreichend Eigenkapital.

Die Corona-Pandemie hat die Investmentwelt sehr tüchtig durcheinandergewirbelt. Die Aktienmärkte haben sich zwar wieder erholt, aber wie nachhaltig der Aufschwung ist, vermag niemand zu sagen. Zugleich werden die massiven staatlichen Konjunkturhilfen dafür sorgen, dass die Zinsen auf die kommenden Jahre gesehen gleich null sein werden – festverzinsliche Papiere wie Anleihen fallen damit für Anleger weitgehend aus. Edelmetalle hingegen erscheinen derzeit als attraktive Lösung, wenngleich Gold bereits vergleichsweise teuer ist und Silber eher als spekulativ gilt.

Daher stehen Immobilien weiterhin hoch im Kurs von privaten und professionellen Anlegern – allen Unkenrufen, der Markt für Investment-Immobilien würde sich radikal verändern. War zu Beginn der Krise noch von perspektivisch stark sinkenden Preise die Rede, hat sich nun, mit ein wenig Abstand und einer Erholung der allgemeinen Lage, eher wieder die Erkenntnis verfestigt, dass Kredite zwar günstig bleiben, das Bauen an sich wird wegen der hohen Nachfrage weiterhin immer teurer wird. Bei Bestandsimmobilien sieht es kaum anders aus. Die Preise klettern, ob beim Haus, bei der Eigentumswohnung oder der (substanzstarken) Gewerbeimmobilie.

Eigentumswohnungen werden 2020 bis zu fünf Prozent teurer

Vor allem die Preise am Wohnimmobilienmarkt werden keinen Schaden nehmen, im Gegenteil. Sie werden laut dem Immobilienverband Deutschland (IVD) in diesem Jahr beispielsweise bei Eigentumswohnungen um vier bis fünf Prozent steigen. Die Nachfrage nach Wohneigentum in Deutschland sei unverändert hoch, heißt es passend dazu im „Postbank Wohnatlas 2020“ mit Blick auf den deutschen Markt. Und selbst Büroimmobilien, die aufgrund des kurzzeitigen Trends zum Home Office von manchen schon totgeschrieben wurden, besitzen weiterhin Potenzial, wenn vielleicht auch etwas abgeschwächt. Aber es wird keinen Einbruch beim Bedarf von Büroflächen geben, denn spätestens mit dem kommenden wirtschaftlichen Aufschwung werden die Unternehmen ihre Mitarbeiter wieder zentral zusammenziehen und aufgrund des neuen Wachstums und der laut vieler Prognosen mittel- bis langfristig positiver Aussichten sicherlich auch zusätzliche Mitarbeiter einstellen.

Daher gilt: Professionell und langfristig ausgerichtete Immobilien-Investments werden jetzt und in Zukunft stabile Renditen erbringen, auch wenn die Preise weiterhin steigen. Die Praxis zeigt, dass Renditen zwischen drei und fünf Prozent immer möglich sind, auch bei Neubauprojekten – wenn Anleger nicht gerade an absoluten Hotspots für Immobilien schlichtweg Standortaufschläge zahlen müssen, die sie nicht wieder hereinholen können. Auch bei hochwertigen Neubauprojekten sind diese Gewinne zu erzielen, wenn die wesentlichen Parameter stimmen. Dazu gehören natürlich eine gute Lage und eine standort- und zielgruppenadäquate Ausstattung und Architektur und vor allem ein zukunftsfähiges Konzept im Sinne der Nachhaltigkeit.

Welche Bedeutung dem nachhaltigen Wohnen zukommen wird, lesen Sie auf Seite 2