Mit KI Geld anlegen

11.04.2017

Alison Porter / Foto: © Henderson Global Investors

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Graeme Clark / Foto: © Henderson Global Investors[/caption]

Aktuelle KI-Treiber

Chancen und Risiken der künstlichen Intelligenz waren immer wieder Gegenstand populärer Fiktion, von Isaac Asimovs Romanen in den 1940er Jahren bis zu wegweisenden Hollywood-Blockbustern wie „Blade Runner“ (1982) und „Terminator“ (1984). Obwohl die zugrunde liegende Technologie schon lange verfügbar ist, erlebte die KI erst in jüngster Zeit einen Wendepunkt, sowohl hinsichtlich ihrer Fähigkeiten als auch mit Blick auf das Investitionsvolumen. Während das Fernsehen erst nach mehr als 60 Jahren in 80 % aller Haushalte Einzug gehalten hatte, erreichte das Internet diese Marke bereits nach nur zehn Jahren. Neue Technologien setzen sich immer schneller durch, ein Trend, der aus zwei Gründen auch für die künstliche Intelligenz gelten dürfte.

Erstens generieren Internet- und Smartphone-Nutzer Tag für Tag gigantische Datenmengen. Zweitens können diese Daten durch dramatische Kosteneinbrüche bei gleichzeitig steigender Rechenleistung so schnell und billig analysiert werden wie nie zuvor. Nach Schätzung von IBM wurden 90% der weltweiten Datenmenge in den vergangenen zwei Jahren erzeugt; gleichzeitig kostet ein GigaFLOP heute nur noch 8 US-Cent (verglichen mit theoretischen 1,4 Mrd. US-Dollar im Jahr 1961).

KI hat enormes Potenzial

Noch befinden wir uns am Beginn des KI-Zeitalters. Beschleunigt wird dessen Entwicklung indes durch das Cloud Computing, d.h. die Bereitstellung von IT-Infrastruktur als Dienstleistung über das Internet, ein weiteres zentrales Thema der Global Technology Strategy, und das Mooresche Gesetz. Obwohl das Deep Learning bereits einen kritischen Punkt erreicht hat, beschränken sich die Anwendungsfälle der künstlichen Intelligenz noch auf wenige Nischen und spezielle Problemstellungen.

Zugleich führt die Fortschreibung des Mooreschen Gesetzes und die Entwicklung der Cloud-Infrastruktur zu einem kontinuierlichen Rückgang der Rechenkosten. Während man 2016 für 1.000 US-Dollar noch die Denkleistung einer Maus erhielt, wird dies 2023 bereits die Denkleistung eines Menschen und 2045 die Denkleistung der gesamten Menschheit sein. Kombiniert mit immer mehr Daten, aus denen die Maschinen lernen können, ergibt sich ein kaum zu überschätzendes Potenzial für die künstliche Intelligenz.

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