Fidelity: Fed-Entscheid stellt QE-Ausstieg in Frage

02.05.2013

Trevor Greetham

**Das dritte QE-Programm der US-Notenbank ist kein Auslaufmodell. Vielmehr wird die Fed so lange weiter Staats- und Immobilienpapiere aufkaufen, bis ihre Ziele für die Inflation und die Arbeitslosenquote in den USA erreicht werden. Ihre Wirkung erläutert **Trevor Greetham, Leiter Asset Allocation bei Fidelity Worldwide Investment.

(fw/ah) "Das abwägende Statement der Fed wirft ein anderes Licht auf ihre bisherigen Aussagen zu möglichen Ausstiegsstrategien und einem Ausklingen des aktuellen quantitativen Lockerungsprogramms. Dauer und Ausmaß früherer Lockerungsprogramme waren stets klar vorgegeben und daher konnte ihr Verlauf einfach verfolgt werden - wie bei der Behandlung eines Kranken mit Antibiotika. Der große Nachteil dabei: Der Patient wusste genau, wann sich die Packung dem Ende zuneigt, egal, ob er geheilt war oder nicht. So verursachte das Auslaufen eines QE-Programms Nervosität an den Märkten.

Die jüngste unbefristete Verlautbarung der Fed erinnert nun - um beim Bild zu bleiben - an ein Folgerezept, das der Patient bei Bedarf alle sechs Wochen erhält, bis er vollständig gesund ist. Dabei liegt es im Ermessen des Doktors, die Dosis schrittweise zu erhöhen oder zu verringern. Im Ergebnis könnte der Dollar im Vergleich zu anderen Währungen weiter abgeschwächt werden, während der Goldpreis profitieren dürfte. Auf lange Sicht bin ich für das Wirtschaftswachstum der USA optimistisch eingestellt."

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