Aus Alters- wird Gesundheitsvorsorge

03.06.2020

Foto: © jd-photodesign - stock.adobe.com

Der digitale Wandel verändert auch die bAV. So meinen drei Viertel der befragten bAV-Verantwortlichen, dass die Anbieter ganzheitliche digitale Lösungen bereitstellen sollten, um der Komplexität des Themas und den Kundenwünschen auf Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite gerecht zu werden.

Auch Gesundheit rückt in den Fokus

Die Digitalisierung sorgt auch dafür, dass der Anteil der körperlichen Arbeit immer mehr abnimmt. Das hat zur Folge, dass typische Probleme von Bewegungsmangel wie bspw. Rückenschmerzen vermehrt auftreten. Das zwingt die Arbeitgeber dazu, sich vermehrt Gedanken darüber zu machen, wie sie ihre Arbeitgeber dabei unterstützen können, gesund zu bleiben. So stimmen 88 % der in der Generali-Studie befragten bAV-Verantwortlichen der These zu, dass Arbeitgeber angesichts sich ändernder Arbeitsbedingungen gezwungen seien, mehr gesundheitsfördernde Maßnahmen anzubieten und damit die Arbeitsfähigkeit der Belegschaft zu erhalten. Das Thema Gesundheitsvorsorge korreliert vor allem mit der Größe des Unternehmens: So stimmten von den Unternehmen mit 250 bis 500 Mitarbeitern ganze 97 % dieser These zu.

Außerdem wollen die mittelständischen Arbeitgeber die bAV auch um Gesundheitszusatzleistungen ergänzen und sich damit im Wettbewerb um Fach- und Führungskräfte besser zu positionieren.  Die überwiegende Zahl der bAV-Verantwortlichen ist an einer Teilübernahme der Kosten für Gesundheitskurse und Fitnessanlagen interessiert, ebenso an ergonomischer Arbeitsplatzausstattung und an betrieblichem Eingliederungsmanagement (BEM). Im Einzelnen sind vor allem größere Betriebe stärker an Gesundheitszusatzleistungen interessiert als mittelgroße und kleinere. Trotzdem zeigen sich auch drei Viertel der kleineren Betriebe offen für eine Teilfinanzierung von Kursen und Fitness. (ahu)