Nutzten BaFin-Mitarbeiter Insiderwissen bei Wirecard?

02.09.2020

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Im Skandal um den insolventen Zahlungsdienstleister Wirecard steht auch die BaFin in der Kritik. Nun kommen neue Vorwürfe gegen die Finanzdienstleistungsaufsicht auf, besser gesagt gegen deren Mitarbeiter.

Wer täglich den Finanzmarkt beobachtet, kann manche Entwicklungen besser voraussehen als Außenstehende. Möglicherwiese haben Mitarbeiter der BaFin ihr Wissen zur Wirecard-Aktie dazu genutzt, um private Aktiengeschäft zu tätigen. Das berichtet die F.A.Z., die sich auf die schriftliche Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine Anfrage des Grünen-Abgeordneten Danyal Bayaz beruft. Demnach hätten. BaFin-Mitarbeiter in den 18 Monaten bis Ende Juni mit keiner Aktie so häufig gehandelt wie von Wirecard. Vor allem Mitarbeiter der BaFin-Abteilung WA2 hätten besonders häufig mit der Wirecard-Aktie gehandelt: Im vergangenen Jahr 28 mal, in diesem Jahr sogar 41 mal. Brisant: Diese Abteilung ist u.a. für die Verfolgung von Marktmanipulation, die Überwachung der Ad-hoc-Publizitätspflicht und von Leerverkaufsgeschäften zuständig – sowie die Einhalung der Regeln für den Insiderhandel. Alles Bereiche, die im Wirecard-Skandal eine wichtige Rolle spielen. (ahu)