Werden Provisionen in der LV bald gedeckelt?

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Die Bundesregierung plant einige Änderungen im Bezug auf Lebensversicherungen. Dabei geht es vor allem um die Kosten.

Laut einem Bericht des Handelsblatts, das sich auf Regierungskreise beruft, ist das Bundesfinanzministerium mit der bisherigen Entwicklung der Vertriebskosten bei der Vermittlung von Lebensversicherungen nicht zufrieden. So sind die Kosten seit der Einführung des Lebensversicherungsreformgesetztes vor vier Jahren nur leicht gesunken, was die Regierung als ungenügend betrachtet. Da eine Senkung der Vertriebskosten offenbar nicht über den Markt funktioniert, will die Große Koalition dem Bericht zufolge die die Provisionen in der Vermittlung von Lebensversicherung gesetzlich begrenzen. Näheres hierzu soll in der zweiten Jahreshälfte bekannt gegeben werden.

Ebenfalls verbessert werden soll die Transparenz der Kosten für die Verbraucher. So würden die Kunden zwar intensiv über die Kosten der Verträge informiert, jedoch bestünde noch Nachholbedarf bezüglich Klarheit und Vergleichbarkeit der Kosten.

Zudem analysiere die Regierung, was die bisherigen Maßnahmen gebracht haben, mit denen die Zinsgarantien der Versicherer nachhaltig gestaltet werden sollen. Laut dem Bericht des Handelsblatts will die Koalition die Berechnungsmethode der Zinszusatzreserve ändern. Diese solle schwächer steigen als bisher. Noch in diesem Jahr solle eine entsprechende Verordnung auf den Weg gebracht werden. (ahu)