Weltwirtschaft gut gerüstet gegen politische Unruhen

Lars Tranberg Rasmussen / Foto: © Danske Invest

Im Februar wurde erneut bekräftigt, dass der weltweite Produktionssektor im Aufwind ist und wir 2017 ein starkes globalkonjunkturelles Wachstum erwarten können. Es gab auch Anzeichen dafür, dass sich vor allem die Wirtschaft in Europa und den USA nach ein paar schwierigen Jahren deutlich erholt hat. Aber die politische Entwicklung überschattet die fundamentale Erholung und gibt Anlass zur Sorge. Doch insgesamt scheint die Weltwirtschaft weiterhin fundamental stark genug zu sein, um diese politische Unruhe zu überwinden.

USA: Trump – von Euphorie zu Enttäuschung

Im Monatsverlauf signalisierten die Daten, dass sich der US-amerikanische Arbeitsmarkt nach wie vor robust entwickelt. Alles in allem verstärkt dies die Erwartungen, dass die Zinsen in den USA dieses Jahr mindestens zwei Mal angehoben werden. Unseres Erachtens wird es eher drei als zwei Zinsschritte geben.

Von Seiten der Politik hat die Aussicht auf Steuersenkungen, die Trump im Wahlkampf angekündigt hatte, den Markt in den letzten Monaten gestützt. Wir gehen jedoch davon aus, dass es für den Präsidenten sehr schwer wird, Rückendeckung vom Senat zu erhalten, da sich einige republikanische Senatoren bereits skeptisch über das geplante Steuerpaket geäußert haben. Dass diese Erwartungen tatsächlich enttäuscht werden könnten, scheint für uns ein verhältnismäßig großes Risiko zu sein. Doch es ist nicht groß genug, um die starken fundamentalen Wirtschaftstreiber aus dem Gleichgewicht zu bringen.

Europa: Starke Wirtschaft wiegt mehr als politische Bedenken

Mit Blick auf Europa war die wirtschaftliche Entwicklung zuletzt beeindruckend. Sowohl Deutschland als auch Frankreich meldeten starke Zahlen. Beide Länder wachsen deutlich über ihrem Potenzial, und wir schätzen, dass die Eurozone insgesamt im Februar ein Wachstum von knapp 3 Prozent verzeichnet hat.

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