Maschmeyer: „Besser, es hätte geschlossene Fonds nie gegeben!“

29.04.2013

Carsten Maschmeyer

**AWD-Gründer *Carsten Maschmeyer* hat in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ (Ausgabe vom 29.04.2013) den neuen Besitzer des Unternehmens, die Swiss Life Versicherung, scharf kritisiert.**

(fw/kb) „Zunächst war ja geplant, dass ich den AWD für die Swiss Life weiterführe. Aber wir merkten sehr bald, dass wir unterschiedliche Auffassungen hatten, über Entscheidungsgeschwindigkeiten, Zukunftsinvestitionen. Also habe ich mich ganz verabschiedet. Die jetzigen Akteure sind sicher fleißig, führen das Unternehmen aber zu technokratisch und kostenorientiert“, sagte Maschmeyer. Er hatte den AWD 2007 an Swiss Life verkauft. Auch über die Anlageklasse der geschlossenen Fonds, die der AWD jahrelang vertrieben hat, äußerte sich Maschmeyer kritisch: „In Deutschland haben die Anleger und alle Banken und Finanzdienstleister Milliarden in geschlossene Fonds investiert. Dann kam die größte Immobilien- und Hypothekenkrise seit 90 Jahren, sogar Staaten wackelten. Zudem war bei einigen Fonds-Initiatoren zum Teil auch kriminelle Energie im Spiel. Deswegen sitzen nun zu Recht einige in Haft“. Sein selbstkritisches Fazit: „Wenn es diese Produktgattung nie gegeben hätte, wäre es für die Anleger und alle Berater besser gewesen“.