Deutschland – ein Land der Mutigen?

13.02.2023

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Das Jahr 2022 war voller Herausforderungen. Trotzdem bleiben die Deutschen zuversichtlich und haben den Mut, ihre Zukunft in die eigene Hand zu nehmen. Das belegt eine aktuelle, repräsentative Umfrage der Gothaer.  Doch sie zeigt auch: Mutiger geht immer. Nicht zu übersehen sind dabei die gravierenden Unterschiede zwischen den Geschlechtern sowie ein hohes Sicherheitsbedürfnis als ein ausschlaggebender Grund für Zurückhaltung in einigen Bereichen des Lebens.

Nicht nur träumen, sondern auch machen: 57 % der Deutschen schätzen sich als (eher) mutig ein und haben in ihrem Leben auch schon einmal eine Entscheidung getroffen, die ihre Zukunft nachhaltig verändert und entsprechend viel Mut erfordert hat. Das zeigt eine aktuelle forsa-Umfrage, die im Dezember 2022 im Auftrag der Gothaer durchgeführt hat. Dazu passt, dass rund drei Viertel der Befragten trotz aller Krisen optimistisch sind, was die eigene Zukunft betrifft.

Mit viel Mut durchs Leben

Auf die Frage, welche lebensverändernden Entscheidungen sie schon einmal getroffen haben, nennen 66 % der Befragten ihre Hochzeit. Etwas weniger, 60 % geben an, eine Familie gegründet zu haben.

Fast die Hälfte der Befragten hat eine Immobilie gekauft und ebenso viele Menschen haben sich bereits einmal beruflich neu orientiert. Auffällig ist hier: Obwohl diese Schritte Mut erfordern, bezeichnen sich nicht alle Befragten, die eine solche Entscheidung schon einmal getroffen haben, als mutig. Insgesamt schätzen sich 52 % der Deutschen als mutig und 5 % sogar als sehr mutig ein. Tendenziell halten sich Männer öfter für mutig (62 %) als Frauen (52 %).

Das hindert die Deutschen am mutig sein

Gerne mutiger wären die Befragten vor allem bei ihrer Freizeitgestaltung (34 %), bei ihren Finanzen (29 %) und bei ihrer Karriere- und Berufswahl (26 %). Doch bei der Umsetzung gewagterer Entscheidungen oder der Verwirklichung der eigenen Träume hält viele Menschen ein hohes Sicherheitsbedürfnis ab (58 %). Jeweils 41 % geben an, dass sie Verantwortung für andere Menschen tragen, wie beispielsweise Kinder, Partner*in oder pflegebedürftige Angehörige, oder dass sie finanzielle Einbußen fürchten. Rund ein Viertel der Befragten ist weniger mutig, da sie die Erwartungen anderer nicht enttäuschen möchten (27 %).

Große Unterschiede zwischen den Geschlechtern

Hier ergibt sich mit Blick auf die Geschlechter ein differenzierteres Bild. Während 65 % der Frauen, die gerne in mindestens einem Lebensbereich mutiger wären, ein hohes Sicherheitsbedürfnis als Hinderungsgrund angeben, sind es nur 51 % der Männer. Umgekehrt verhält es sich beim Thema Verantwortung für andere. 46 % der Männer hindert die Verantwortung für einen Menschen am mutiger sein. Bei den Frauen sind es nur 36 %. Ebenso fürchten auch mehr Männer, die Erwartungen anderer zu enttäuschen (30 %), als Frauen (25 %).

Die Zukunft selbst in die Hand nehmen

„Bei jeder großen Entscheidung im Leben, ist es wichtig, die richtige Balance zu finden zwischen den eigenen Zielen und Träumen auf der einen und verantwortungsbewusstem Handeln auf der anderen Seite. Genau da knüpft unsere aktuelle Image-Kampagne an, erklärt Oliver Brüß, Vorstand Vertrieb und Marketing bei der Gothaer. „Sie soll Mut machen, die Zukunft in die eigene Hand zu nehmen – gleichzeitig aber zeigen, dass es wichtig ist, sich gut abzusichern. Und da unterstützen wir mit mehr als nur Versicherungsschutz.“ (ml)