Debeka fordert Reformen der Pflegeversicherung

24.03.2025

Foto: Debeka-CEO Thomas Brahm. Foto: © Debeka

Debeka fordert Reformen zur Stabilisierung der Pflegeversicherung

Angesichts der finanziellen Unsicherheiten in der gesetzlichen Pflegeversicherung fordert die Debeka – ebenso wie der Verband der Privaten Krankenversicherung – eine grundlegende Reform. Die Politik müsse Rahmenbedingungen schaffen, die eine kapitalgedeckte Vorsorge fördern und den Bürgern bessere Möglichkeiten zur Eigenvorsorge bieten.

„Die Umlagefinanzierung allein reicht nicht aus, um das Pflegesystem langfristig stabil zu halten. Eine Kombination mit kapitalgedeckten Elementen ist unverzichtbar“, erklärt Brahm. Er verweist auf Modelle der privaten und betrieblichen Pflegezusatzversicherung, die bereits heute funktionierende Lösungen bieten. Laut Brahm sind steuerliche Anreize für private Pflegevorsorge ein wichtiger Schritt, um mehr Menschen zu motivieren, sich finanziell abzusichern. Auch Experten aus der Wissenschaft unterstützen diesen Ansatz. Der Wissenschaftliche Beirat des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz empfiehlt eine stärkere Förderung der privaten Pflegevorsorge.

Die Debeka setzt sich dafür ein, dass die geplante Pflege-Zusatzvorsorge, die im Koalitionsvertrag der letzten Bundesregierung erwähnt wurde, endlich umgesetzt wird. Bislang sei die angekündigte Expertenkommission dazu nicht eingerichtet worden. „Die Probleme in der Pflegeversicherung sind akut. Wir können es uns nicht leisten, auf große politische Lösungen zu warten – jeder Einzelne sollte sich mit seiner persönlichen Pflegevorsorge beschäftigen“, so Brahm. (mho)

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