3 %-Marke unterschritten

20.02.2020

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Aufgrund ungebremsten Intereses von Investoren und Nutzern sowie des günstigen Finanzierungsumfeldes bleibt die Nachfrage nach Büroimmobilien hoch. Die Folgen: Sinkende Leerstände und Renditen, steigende Mieten.

Für seinen halbjährlich erscheinenden Markbericht Büroimmobilien hat Wealthcap die Entwicklung der Büromärkte in den sieben A-Städten unter die Lupe genommen. Hierbei stehen das Marktumfeld, Verhaltensvariablen und der Büroinvestitions- und Vermietungsmarkt im zweiten Halbjahr im Fokus. Aus der Untersuchung geht hervor, dass Büroimmobilien als Investmentstrategie für Anleger weiterhin attraktiv sind.

Aus der Untersuchung geht hervor, dass das Transaktionsvolumen am Büroinvestmentmarkt im zweiten Halbjahr um 38 % auf 24,7 Mrd. Euro gestiegen ist. Der Fokus der Investoren liegt dabei weiterhin deutlich auf den Top 7 Städten. Fortgesetzt hat sich auch die Renditekompression bei Lagen und Objekten außerhalb des Core-Bereichs. So wurde im vergangenen Jahr im Schnitt der Top 7 erstmals die 3 %-Marke unterschritten. Insgesamt zeigt sich bei den Renditen jedoch eine Seitwärtsbewegung mit Tendenz zur Bodenbildung. Einen Anstieg gibt es hingegen bei den Spitzenmieten zu verzeichnen, die mit durchschnittlich 32,50 Euro/m² um 3 % über dem Vorjahreswert lagen. Besonders die Nebenlagen außerhalb der Innenstädte profitierten. Die steigende Nachfrage nach Büroimmobilien schlägt sich auch in den Leerstandsquoten nieder, die trotz gestiegener Fertigstellungsvolumen gesunken sind.

Ein wesentlicher positiver Einflussfaktor auf den Büroimmobilienmarkt ist das Finanzierungsumfeld, das nach wie vor von niedrigen Langfrist- und weiterhin negativen Realzinsen geprägt ist. Das makroökonomische Umfeld bleibt zudem robust, denn die deutsche Wirtschaft wuchs im vergangenen Jahr trotzt wechselhafter Konjunkturaussichten zum zehnten Mal in Folge. Obwohl die Risikovorgabelinien unverändert gründlich und konservativ blieben, verzeichnete die Neukreditvergabe im Jahresvergleich einen Anstieg um 10 %. Auch bleibt die Immobiliennachfrage von Seiten der Investoren nach wie vor hoch. So haben sowohl in- als auch ausländische Investoren ihre Immobilienquoten erhöht und lassen zudem eine steigende Risikobereitschaft erkennen. Dabei erlangen indirekte Beteiligungen eine zunehmend höhere Bedeutung.

„Büroimmobilien dominierten mit 40 % des Transaktionsvolumens auch im vergangenen Jahr den deutschen Investmentmarkt. Besonders aufgrund der weiterhin historisch niedrigen Leerstandsquote und den steigenden Spitzenmieten setzte sich der klare Trend zu Nebenlagen und einer wachsenden Risikobereitschaft bei den Investoren fort“, erklärt Sebastian Zehrer, Leiter Research bei Wealthcap.

Den ausführlichen Marktbericht können Sie hier herunterladen.(ahu)