Kino: Ein Hologramm für den König

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Im Film geht es um American Business und Conferencing weitab von den üblichen Ausübungsorten. Kenntnis von der westlichen Gesellschaft ist Voraussetzung, um den Film zu verstehen.

(fw/rm) Erzählt, ohne jemals in der westlichen Welt zu sein; er porträtiert die westliche Welt über einen Mann, der ganz woanders ist, und untersucht über ihn die Ängste der Generation der Mittfünfziger aus der weißen Mittelschicht. Ungewöhnlich, einen Amerikaner in ein fremdes Land wie Saudi-Arabien zu setzen, das als Projektionsfläche gleichzeitig beunruhigend und verklärt ist, ein Ort, mit dem wir Märchen assoziieren und in dem völlig unrealistische Wünsche wahr werden können. Denn Alan Clay sucht in diesem fremden Land natürlich nach Rettung, wenn nicht Erlösung. Die im Film beschriebene Hologramm-Technik jedoch, die gibt es in Wirklichkeit gar nicht, wäre aber eine beachtenswerte Idee, um sie in die Realität umzusetzen. Alan Clay (TOM HANKS), Alter 54, Opfer der Bankenkrise, hat eine letzte Chance. Er soll innovative Hologramm-Kommunikationstechnologie an den Mann, besser gesagt den König bringen: König Abdullah von Saudi-Arabien lässt in der arabischen Wüste eine strahlende Wirtschaftsmetropole errichten. Doch der König kommt nicht. Nicht am ersten Tag, nicht am zweiten – und auch nicht in den Tagen danach. In diesen Tagen der Unverbindlichkeit und des Wartens wird der junge Fahrer Yousef (ALEXANDER BLACK) Alans Gefährte. Durch ihn erlebt er die Widersprüchlichkeiten eines Landes zwischen Aufbruch und Stillstand, zwischen Tradition und Moderne. Und er lernt die schöne Ärztin Zahra (SARITA CHOUDHURY) kennen. Anhand dieser Begegnungen und der neuen kulturellen Eindrücke entwickelt sich Alan Clay vom zielstrebigen und erfolgsgetriebenen Salesman zu einer Person, die sich selbst Perspektiven sucht und für sich einen neuen Platz im Leben findet. So gerät für Alan immer mehr zur Nebensache, ob der König nun kommt oder nicht. Der Film ist die Adaption des gleichnamigen Romans von Dave Eggers. Sein Roman „Ein Hologramm für den König“ erschien im Juni 2012 in den USA, 2013 folgte die deutsche Ausgabe. Regie führt Tom Tykwer, der auch das Drehbuch geschrieben hat. Oscar®-Preisträger Tom Hanks arbeitete nach CLOUD ATLAS erneut mit Tom Tykwer zusammen und übernahm die Hauptrolle.

Deutscher Kinostart am 28. April Spieldauer: 98 Minuten Amerikanischer Originaltitel: A Hologram for the King