Erst Daten, dann der Notenbanken-Showdown

Robert Greil, Chefstratege von Merck Finck Privatbankiers / Foto: © Merck Finck

Nach den Diskussionen um die politische Zukunft Italiens und der Konjunkturdatenflut in dieser Woche können zumindest Volkswirte nächste Woche etwas durchatmen, da weniger wichtige Makroveröffentlichungen anstehen. Aber bereits die Woche darauf tagen sowohl die Fed, die EZB als auch die Bank of Japan, wobei die US-Notenbank die nächste Leitzinserhöhung beschließen dürfte, während Mario Draghi Hinweise zum geplanten Ausstieg aus den EZB-Anleihekäufen geben könnte.

Kommende Woche liegt der Fokus in Euroland auf den Produzentenpreisen für April am Montag. Tags darauf folgen die Einzelhandelsumsätze für denselben Monat, bevor am Donnerstag noch das finale Wachstum des Bruttoinlandsprodukts im ersten Quartal ansteht. Dagegen richten sich die Blicke in Deutschland vorrangig am Donnerstag auf die Auftragseingänge der Industrie im April sowie am Freitag auf die Handelsbilanz und die Industrieproduktion, beide ebenfalls für April.

In den USA stehen die Auftragseingänge bereits am Montag an, bevor am Dienstag der Stimmungsbericht des Institute for Supply Management (ISM) für den Dienstleistungssektor für Mai und am Mittwoch die April-Handelsbilanz veröffentlicht werden. Daneben stehen nicht nur in Europa und Amerika, sondern auch in Asien einige – teils finale – Einkaufsmanagerstimmungsdaten für Mai an. In Japan erscheinen am Freitag detaillierte Zahlen zum Bruttoinlandsprodukt von Januar bis März. In China werden zum Wochenausklang die Handelsbilanz sowie Produzenten- und Verbraucherpreistrends im Mai bekannt gegeben.

Marktkommentar von Robert Greil, Chefstratege Merck Finck Privatbankiers