US-Konjunktur: Geringe Nachfrage bremst Wachstum

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Aktuell bremst insbesondere die Nachfrageseite die Konjunktur in den USA. Das niedrige Produktivitätswachstum und die alternde Bevölkerung haben weniger Einfluss auf das geringe Wirtschaftswachstum.

Sie wirken sich eher auf die Angebotsseite, und damit auf das Potenzialwachstum, aus. Würde Letzteres nachlassen, müssten sich Ungleichgewichte in Form eines steigenden Handelsdefizits oder einer höheren Inflationsrate ergeben, was aber nicht der Fall ist. Hohe Schuldenquoten hingegen können sehr wohl zu einer anhaltend schwachen Nachfrage führen. Da jedoch jede Verschuldung eine Gegenposition hat, liegt das Problem eher in der Ineffektivität der Wirtschaftspolitik. Diese schafft es nicht, Anreize zu schaffen, um Vermögende zu mehr Konsum bzw. zu größeren Investitionen zu animieren und damit Finanzvermögen in die Realwirtschaft zurückzuführen. Deshalb dürfte die US-Geldpolitik auch auf Sicht wenig Spielraum haben, die Zinsen nachhaltig anzuheben. Zum gesamten Kommentar: IKB-Kapitalmarkt-News_Geringe-Nachfrage.pdf

Von Dr. Klaus Bauknecht, IKB-Kapitalmarkt

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