Sparkassenpräsident fordert einheitliche Vermittleraufsicht

Auf der einen Seite will der DSGV-Präsident die Pflicht zur Dokumentation für Bankberater lockern, auf der anderen Seite fordert er für unabhängige Finanzvermittler eine einheitliche Aufsicht.

2014-09-26 (fw/db) Für eine einheitliche Aufsicht aller Finanzvermittler in Deutschland durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat sich der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV) Georg Fahrenschon auf der Anteilseigner-Tagung 2014 der Deka Bank ausgesprochen.

Der DSGV-Chef und bayrischer CSU-Politiker kritisierte an der aktuellen Verbraucherschutzpolitik die Vorstöße der EU-Kommission hin zur Honorarberatung.

„Die zwangsweise Einführung einer honorarbasierten Beratung würde einen Großteil der Bevölkerung ausschließen. Das ist unsozial“, so Fahrenschon.

In eigener Sache, forderte Fahrenschon in einem Gastbeitrag im Börsenblatt die obligatorische Dokumentationspflicht für Bankberatungen wieder zu vereinfachen. Kunden sollen künftig auf das Beratungsprotokoll verzichten können. Es bestünde durch den verschärften Verbraucherschutz in der Anlageberatung wie Beratungsprotokoll und Beraterregister die Gefahr, dass Anleger “in einer Flut von Informationen ertrinken und Sparkassen sich aus der Wertpapierberatung – insbesondere in der Fläche – zurückziehen”. Er plädiert dafür, unter bestimmten Bedingungen, wie nach wiederholter Beratung, dem Kunden die Möglichkeit einzuräumen, auf das Protokoll gänzlich zu verzichten.

Dietmar Braun