Sinkende Renditen auf Büromärkten

Trotz immer weiter sinkenden Renditen in A-Standorten weichen Büroinvestoren noch nicht sehr stark auf C- und D-Standorte aus. Dort sind die Renditen jedoch deutlich höher als in den A-Städten.

Catella Research hat die Büromärkte in 76 deutschen Städten unter die Lupe genommen. In den 7 A-Standorten sind die Büromieten in den vergangenen Monaten um 3,3 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen. In den 13-Standorten der B-Kategorie fiel der Mietanstieg mit 2,4 % etwas moderater aus. Dass die gesunde wirtschaftliche Situation bis tief in die Regionen hinein strahlt, zeigt sich an der Tatsache, dass in den 26 D-Standorten die durchschnittliche Spitzenmiete weiter angestiegen ist: von 10,25 Euro/m² im Jahr 2016 auf 10,31 Euro/m² 2017.

Mit 39,90 Euro/m² sind die Mieten für Frankfurter Büros am teuersten, während Büromieter in Salzgitter mit 7 Euro/m² am wenigsten zahlen müssen.

Sinkende Renditen

In den 7 A-Standorten lag die durchschnittliche Spitzenrendite bei 3,3 und damit 37 Basispunkte unter dem Vorjahreswert. Auch in B- (- 13 Basispunkte), C- (-10 Basispunkte) und D-Standorten (- 4 Basispunkte) sanken die Mietrenditen.

Während sich Büroinvestoren in Berlin und München mit jeweils 3 % Rendite zufrieden geben müssen, können sie in Solingen mit 8,5 % und Wilhelmshaven mit 8 % die höchsten Renditen einfahren. Die beste Rendite der A-Standorte gibt es in Köln mit ca. 4 %.

“Der durchschnittliche Rendite Abstand zwischen A- und B-Standorten (aktuell 203 Basispunkte) wurde in 2017 noch größer, was sich zum einen in der sehr hohen Investorenneigung auf die A Standort Kategorie ausdrückt“, erläutert Dr. Thomas Beyerle, Head of Group Research bei Catella. „Zum anderen spiegelt sich in dieser Differenz auch das rationale Marktagieren von Investoren an den sog. B-Standorten wider“, fährt Beyerle fort. Trotz der attraktiven Renditekennziffern und etlichen Marktsondierungen sind an den C- und D-Standorten keine überdurchschnittlichen Investmentaktivitäten per se keine überdurchschnittlichen Investmentaktivitäten festzustellen. So resultiert die Mehrzahl der Investitionen dort aus Portfolioaktivitäten lokaler Investoren. Das Mietwachstum führen die Analysten auf die boomende Wirtschaft und das insgesamt geringe Neubauangebot in den jeweiligen Märkten zurück. Der Preisanstieg wirkt sich auch auf die Fläche pro Mitarbeiter aus, die sich im Abnehmen befindet. (ahu)

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