Digitalisierung als Schlüssel für ein erfolgreiches ESG-Management

17.02.2020

Frank Thole, Partner WEPEX Unternehmensberatung / Foto: © WEPEX Unternehmensberatung

Das Thema Nachhaltigkeit gehört zu den Megatrends des 21. Jahrhunderts und Verbraucher fordern in allen Lebensbereichen einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen. Auch die Finanzbranche ist davon betroffen, weshalb Konzepte wie Sustainable Finance längst Einzug gehalten haben. Neben finanziellen Aspekten spielen nun auch ESG-relevante eine große Rolle. Doch verantwortliches Investieren fordert Datentransparenz und Finanzdienstleister sollten unbedingt digitale Technologien als Schlüssel für ein professionelles ESG Management einsetzen.

Spätestens seitdem das Thema „Sustainable Finance” im Fokus nationaler und internationaler politischer Initiativen steht, beschäftigt sich auch die Finanzbranche damit, mithilfe von ESG-Kriterien Geld in alternative und verantwortliche Investments zu lenken. Im vergangenen Jahr sind laut Forum Nachhaltige Geldanlagen (FNG) bereits mehr als 1,5 Bio. Euro in Deutschland in verantwortliche Investments geflossen. Die Anleger wollen es grüner: Umfragen zeigen, dass 66 Prozent der Investoren davon überzeugt sind, dass die Beachtung von ESG-Faktoren dabei helfen kann, Risiken zu identifizieren und zu verringern. 56 Prozent gaben an, ESG Informationen dem Geschäftsbericht von Unternehmen zu entnehmen und in ihre Entscheidungen bzw. Investitionsstrategien mit einfließen lassen. Studien belegen nun sogar, dass ESG-Anlagen genauso rentabel sind, wie konventionelle Anlagen, denn der Großteil des Unternehmenswertes basiert heute auf nichtfinanziellem Kapital wie Know-how, Nachhaltigkeit und Mitarbeiterzufriedenheit. Es gibt also keine Ausrede mehr, ESG-Kriterien bei Geldanlagen auszublenden. Dennoch haben Finanzakteure in Deutschland noch erhebliches Potenzial was das Thema nachhaltiges Investieren betrifft. Das verdeutlicht auch die Initiative “United Nations Principles for Responsible Investment” (kurz: UN PRI) der Vereinten Nationen, unter deren etwa 2.000 Unterzeichnern sich verhältnismäßig wenig deutsche Akteure zum verantwortungsvollen Investieren verpflichten. Dabei ist das professionelle Management von ESG-Strategien ein deutlicher Wettbewerbsvorteil und erhöht die Marktchancen.

Anleger fragen sich, ob Unternehmen ethisch handeln

Was heißt eigentlich ESG? ESG ist die englische Abkürzung für “Environmental Social Governance”, also Umwelt, Soziales und Unternehmensführung. Für den Finanzsektor bedeutet das, dass bei Firmenanalysen nicht nur finanzielle Aspekte analysiert werden, sondern auch drei nachhaltigkeitsbezogene Verantwortungsbereiche von Unternehmen. Konkret wird zum Beispiel gefragt: Wie hoch ist der Anteil erneuerbarer Energieträger sowie der Emissionsausstoß (E)? Wie steht es um die angemessene Entlohnung, um Weiterbildungschancen und um die Achtung von Menschenrechten (S)? Hat das Unternehmen eine Nachhaltigkeitsstrategie und zeichnet sich durch ethisches Verhalten aus (G)?

Warum die Digitalisierung bei ESG-Investitionen helfen kann, lesen Sie auf Seite 2

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