Klar Schiff bei der Unternehmensübergabe

Foto: © andranik123 - stock.adobe.com

Gerade beim Thema Unternehmensnachfolge ist für Finanzdienstleister das Thema Datenintegration von Relevanz. Zwei Softwarehäuser haben nun eine Lösung entwickelt, die den Prozess deutlich beschleunigt.

Viele Finanzdienstleister sind bereits über 50 Jahre alt und werden deshalb in absehbarer Zeit in Ruhestand gehen. Dabei stellt sich für sie die Frage, wie sie ihren Kundenbestand übertragen, bspw. im Rahmen einer Unternehmensübergabe. Dabei müssen sie rechtliche und steuerliche Aspekte berücksichtigen und zudem noch die unterschiedlichen Datenbestände zusammenführen. Für letzteres war die Datenmigration bislang das gängigste Verfahren. Hierbei werden die archivierten Daten zu einem definierten Zeitpunkt in ein anderes, oft neues Archiv übertragen. Jedoch ist ein solches Verfahren sehr zeitaufwändig und verschlingt somit viel Geld und Ressourcen. Aufgrund der Komplexität von Migrationsprojekten sind zudem Ausfallzeiten der IT keine Seltenheit.

Schnelle und kostengünstige Integration dank Adapter

Die beiden Softwarehäuser ASG Technologies AG und Comline AG haben eine Lösung entwickelt, mit deren Hilfe sich Altarchivdaten sofort schnell und kostengünstig integrieren lassen. Mithilfe der Adapterlösung werden IT-Altsysteme an eine moderne, zentrale Archivlösung angebunden, z.B. die Content Service Plattform Mobius der ASG Technologies. Bei dieser Form der Datenintegration stehen den Nutzern die Daten aus den unterschiedlichen Systemen unmittelbar zur Verfügung. Zudem kann das alte Archivsystem direkt stillgelegt werden, sodass Lizenz- und Wartungskosten eingespart werden können.

Wenn Unternehmen den Umstieg auf ein neues Archiv nicht zu einem bestimmten Stichtag durchführen möchten, gibt es die Möglichkeit der schleppenden Migration. Den Mitarbeitern stehen hierbei bereits ab dem ersten Tag die Daten der Altsysteme performant zur Verfügung, jedoch verbleiben die Daten auch nach wie vor in den Altarchiven. Die Finanzdienstleister haben somit Zeit zu entscheiden, welche Daten aus den alten Archiven behalten und welche gelöscht werden müssen. Unternehmen könne die Daten also sukzessive aus den Altarchiven in das neue ASG-Mobius-Archiv transportieren. Zudem können auch Daten in Archiven belassen werden um die Systeme – entsprechend der geltenden Aufbewahrungsfristen – erst nach einer bestimmten Anzahl von Jahren abzuschalten. (ahu)