Japan: Konjunktur schwächer als erwartet

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Die dreifache Katastrophe Japans aus Erdbeben, Tsunami und Super-Gau hat tiefer einschneidende Konsequenzen als zunächst erwartet: Die Industrieproduktion sank im März im Vergleich zum Vormonat um 15,3%, das höchste Minus seit Beginn der Statistik im Jahre 1953.

(fw/mk) Für April rechnet das japanische Wirtschaftsministerium jedoch mit einem Plus von 3,9%. Die Ausgaben der privaten Haushalte gingen im März im Jahresvergleich um 8,5 Prozent zurück. Dennoch dürfte das jüngst vom IWF vorgezeichnete Grundmuster erhalten bleiben, dass von einem Einbruch im laufenden Jahr wegen der Produktionsausfälle ausgeht und einem kräftigeren Aufschwung im kommenden Jahr, wenn sich der Wiederaufbau belebend bemerkbar macht. Die IWF-Volkswirte hatten im Frühjahrsausblick daher das reale Wachstum für das laufende Jahr von 1,6% auf 1,4% gesenkt und für 2012 von 1,8% auf 2,1% angehoben.