It’s the most wonderful time of the year – Sehen Sie das auch so ?

Sven Späth / Foto: © TPV Unternehmensberatung

Danny saß an seinem Schreibtisch. Es war der 23.12.
Kurz vor Heiligabend. Es war bereits nach 18 Uhr.
Er wurde längst zu Hause erwartet. Die Verwandten waren bereits am Nachmittag angereist und zu Hause ging es bereits hoch her mit den Weihnachtsvorbereitungen für den morgigen Tag. Danny war ganz froh, noch nicht dabei sein zu müssen. Zu viel Trubel, keine Möglichkeit, abzuschalten. Stattdessen machte er sich Gedanken, wer genau er in diesem Augenblick war, und vor allem, wer er wirklich sein wollte. Da war sie. Diese Endjahresmelancholie. Dieses Infragestellen der eigenen Persönlichkeit, des Tun und Schaffens und dem Sinn danach.

Danny überlegte, wann er das letzte Mal ein Blatt herausgenommen hatte und sich in Ruhe folgende Fragen gestellt hatte :

„Warum tue ich das, was ich tue?
Macht mich das was ich tue, wirklich glücklich?
Habe ich das erreicht, was ich mir dieses Jahr vorgenommen habe?
Welche Gewohnheiten haben mich am Erreichen meines Ziels gehindert, welche haben es gefördert?
Welche Entscheidungen muss ich jetzt treffen, um meinen Zielen näher zu kommen?“

Wenn Sie sich nun diese Fragen stellen und die Mehrzahl Ihrer Antworten nicht zu Ihrem gewünschten Ergebnis führt, sollten Sie sich eines bewusst machen.
Es ist nie zu spät, um zu neuen Ufern aufzubrechen, alte Gewohnheiten zu ersetzen und neue Entscheidungen zu treffen. Gerade in dieser Weihnachtszeit wurde Danny wieder eine Sache extrem bewusst. Dass es im Prinzip die hektischste Zeit des Jahres war. Jeder versuchte noch auf den letzten Drücker, alles zu erledigen, was er den Rest des Jahres aufgeschoben hatte. Sei es beruflich, familiär oder persönlich. Wie ernst nehmen wir also die Worte, wenn wir uns gegenseitig frohe und „besinnliche“ Weihnachten wünschen? Nehmen wir uns wirklich einmal die Zeit und hinterfragen uns, wo wir stehen und wo wir sein wollen? Sind wir bewusst dankbar und genießen diese besondere Jahreszeit so wie es eigentlich sein sollte? Oder sind das nur Floskeln? Danny kam zu dem Entschluss, dass er noch erfolgreicher wäre, wenn er lernen würde, sich auch während des Jahres ab und zu bewusst und fokussiert auf seine Ziele zu besinnen, um nicht den Weg aus den Augen zu verlieren, den er wirklich gehen wollte. Wenn er das schaffen würde, könnte er auch die wunderschöne Weihnachtszeit, die er als Kind so sehr geliebt hatte, wieder bewusster wahrnehmen und ihr die besondere Bedeutung geben, die sie verdiente. War das früher nicht herrlich, als wir Kinder waren und jeden Morgen voller Vorfreude ein weiteres Türchen in unserem Adventskalender öffneten, und wussten, dass wir dem großen Tag wieder ein Stück näher gekommen waren?
Wenn wir uns ganz besonders angestrengt haben, lieb und hilfsbereit zu allen unseren Mitmenschen zu sein, damit wir am Ende auch unser Ziel erreichten, reich beschenkt zu werden? Das fiel uns sicher nicht leicht, gerade auch wenn uns andere das Leben schwer machen wollten, und uns geärgert haben. Aber wir wollten es unbedingt.
Und haben es in den meisten Fällen geschafft.
Wie fokussiert sind Sie auf Ihr Ziel gewesen? Haben Sie dieselbe Vorfreude gespürt und glänzende Augen bekommen, wie Sie es als Kind getan haben, wenn Sie an die Bescherung dachten?

Danny schmunzelte. Tatsächlich gab es da Besserungsbedarf.
Sogleich traf er eine erste Entscheidung. Er bedankte sich bei allen Menschen, die ihm das Jahr über Gutes getan hatten. Das hatte er früher regelmäßig getan, jedoch die letzten Jahre aus den Augen verloren.

Die Menschen, die wir als selbstverständlich erachten, ohne deren harte Arbeit wir allerdings im Chaos versinken würden. So verpackte er einige Plätzchenteller und platzierte dazu jeweils eine Flasche Rotwein.

Die folgenden Tage, als die Postboten, die Müllabfuhr, oder der Hausmeister kamen, bekamen Sie alle ihre Geschenke und freuten sich sehr.

Danny hatte also ein neues Ziel für 2019. Die kleinen Dinge mehr Wert zu schätzen und sich hin und wieder bewusst die Zeit zu nehmen, sich konzentriert auf seine Ziele zu besinnen.

Fazit : Welches neue Ziel haben Sie für 2019?
Machen wir es ein bisschen mehr wie die Kinder. Setzen wir uns nur die Ziele, die unsere Augen wirklich zum Leuchten bringen. Dann sind wir auf dem richtigen Weg und tun automatisch mehr jene Dinge, die andere Menschen und uns glücklich machen.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und Ihrer Familie ein frohes Weihnachtsfest.

Ihr Sven Späth