Durch die Briten weiter im Sinkflug

Eine höchst interessante und wohl auch einzigartige Entwicklung ist an den Finanzmärkten zu beobachten: Nach dem Brexit-Votum und der damit verbundenen Unsicherheit an den internationalen Geldmärkten suchen Kapitalanleger händeringend nach sicheren Investments.

Wie angespannt die Situation ist, zeigt nicht zuletzt die Tatsache, dass selbst zehnjährige Bundesanleihen mit Nullzins am Kapitalmarkt heiß begehrt sind, die Rendite der Schuldverschreibungen sank aktuell sogar unter null. Der Brexit hat hierzulande für Bauherren Erfreuliches zur Folge. Die Banken haben die ohnehin schon günstigen Baufinanzierungszinsen jetzt nochmals gedrückt und Darlehen unter einem Prozent sind keine Seltenheit mehr. Bauzinsen für fünf Jahre liegen im Schnitt bei nur noch einem Prozent, für zehn Jahre fallen gerade mal 1,2 Prozent an. Wer bauen will oder eine Immobilie kaufen möchte, dem bieten die Banken in der Bundesrepublik jetzt historisch tiefe Zinsen. Der Traum vom Eigenheim ist damit leichter realisierbar als jemals zuvor. Bauherren bleibt mehr Geld für den privaten Konsum oder zur höheren und damit schnelleren Tilgung ihrer Darlehen zur Verfügung. Wie lange diese beispiellos günstigen Konditionen zur Finanzierung von Eigentum aber so attraktiv bleiben, ist ungewiss. Nullzinsen bei Baudarlehen sind utopisch. Das Zinsniveau bei Baudarlehen wird kaum mehr tiefer sinken können, da die Banken auch noch eine gewisse Marge für Kreditrisiken und ihre Kreditbearbeitung benötigen. Wer sich diese historisch tiefen Bauzinsen sichern möchte, sollte jetzt nicht zu lange abwarten, denn es droht womöglich schon bald eine Kehrtwende bei diesem einzigartig niedrigen Niveau!

Eine Expertenmeinung von Theodor J. Tantzen, Vorstand der Prinz von Preussen Grundbesitz AG

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