Anleihen der Eurostaaten werden riskanter

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Während die Staaten Südeuropas teils kräftige Einbußen beim “Oppenheim Soliditätsindex” hinnehmen mussten, machte Russland einiges an Boden gut. Norwegen behauptet seine Spitzenposition.

In den vergangenen sechs Monaten haben viele Mitgliedsstaaten der Eurozone beim Risikovergleich gegenüber der internationalen Konkurrenz an Boden verloren. Dies geht aus dem “Oppenheim Soliditätsindex” hervor, der ein vollkommen transparentes und auf allgemein zugänglichen Daten basierendes Instrument zur Länderanalyse darstellt. Mit dem Index soll ein möglichst großes Länderuniversum auf der Basis ökonomischer und gesellschaftlicher Indikatoren bewertet und verglichen werden können. Somit sollen langfristig die solidesten Emittenten identifiziert und die Ländervorauswahl für Renten- und Währungsanlagen geliefert werden.

Für den Soliditätsindex ranken die Experten der Kölner Privatbank um Co-Chief Investment Officer Dr. Lars Edler mehr als 60 Ländern anhand einer systematischen Datenanalyse zur Verschuldung, Wettbewerbsfähigkeit und gesellschaftlicher Entwicklung. Keine Rolle spielen dabei die Berechnungen der großen Agenturen und die Gewichtung in den marktkapitalisierten Rentenindizes. „Diese Methodik bevorteilt systematisch unsolide Länder mit einer hohen beziehungsweise steigenden Verschuldung“, sagt Edler.

Die systematische Vorauswahl bildet die Grundlage für ein Staatsanleihen-Portfolio von Emittenten außerhalb der Eurozone. „Angesichts der sehr niedrigen Kapitalmarktzinsen und einer Reihe von Wahlentscheidungen im Euroland im kommenden Jahr ist eine Diversifikation der Kapitalanlagen in ausgewählte Länder und Fremdwährungen sinnvoll“, so Edler. Institutionelle und private Anleger können mit dem Publikumsfonds SOP NonEuroQualitätsanleihen auf diese ausgewählten Qualitätsanleihen jenseits der Eurozone setzen.

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