Aktien beliebteste Anlageklasse

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In diesem Jahr investierten die Privatanleger wieder stärker in Aktien, vor allem in Unternehmen, die im DAX gelistet sind. Die Aktienquote ist tendenziell höher, je älter der Anleger ist. Dies sind nur zwei Erkenntnisse einer Analyse der ING-DiBa, bei der diese anonymisierte Wertpapierdepots von mehr als 920.000 Kunden ausgewertet hat.

Von Anfang Januar bis Oktober 2016 hatten Privatanleger im Durchschnitt ein Depotvolumen von 30.000 Euro und handelten damit durchschnittlich 8,6 mal pro Jahr. Der Aktienanteil am untersuchten Depotvolumen hat in den letzten drei Jahren im Schnitt um etwa eineinhalb Prozent jährlich zugenommen. Am 31. Oktober belief sich das Aktienvolumen aller untersuchten Privatkundendepots auf rund 16,8 Mrd. Euro. Ein Jahr zuvor sind es noch 15,1 Mrd. Euro gewesen, 2014 11,9 Mrd. Euro.

Ältere Kunden setzen mehr auf Aktien

Je älter der Kunde, desto höher ist sein Aktienanteil im Depot. Während Kunden über 76 Jahre im Durchschnitt 65 Prozent ihres Depots in Aktien investiert haben, sind es bei Kunden bis 35 Jahre nur knapp 59 Prozent. Auch diese Werte sind gegenüber dem Vorjahr um ca. zwei Prozentpunkte angestiegen.

Keine Spur von Brexit-Angst

Krisen wie beispielsweise das Brexit-Votum Ende Juni scheinen an den deutschen Privatanleger wenig zu beeindrucken. So stiegen die Nettomittelzuflüsse in Aktien, Anleihen, ETFs und Fonds zwischen Januar und Oktober diesen Jahres konstant an und betrugen insgesamt 2,7 Mrd. Euro. Das ist etwas mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, als sie 2,5 Mrd. Euro betrugen und eine deutliche Steigerung gegenüber 2014, als 1,6 Mrd. Euro netto in die verschiedenen Anlageklassen flossen. Das Brexit-Votum schien die ING-DiBa Kunden besonders anzuregen, auf dem Kapitalmarkt aktiv zu werden, denn am 24. Juni, ein Tag nach der Abstimmung in Großbritannien, wurden Wertpapiere für 383 Mio. Euro gekauft und für 201 Mio. Euro verkauft, mehr als an jedem anderen Tag dieses Jahres.

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