Jahr des Hahns bietet Chancen für Anleger

Wolfgang Fickus © Comgest

In diesen Tagen begehen Chinesen in aller Welt ihr Neujahrsfest. Die traditionellen Bräuche sollen Glück und Wohlstand im neuen Jahr sicherstellen. Wirtschaftlich zumindest waren die Götter in den letzten Jahren gnädig: China, bisher in der westlichen Wahrnehmung „die verlängerte Werkbank der Welt”, vollzieht derzeit einen rasanten Wandel.

Der Inlandskonsum des Landes wächst, getragen von der steigenden Nachfrage an Waren und Dienstleistungen einer immer breiter werdenden Mittelschicht. Dafür stehen Unternehmen wie Kweichow Moutai, dank der Premiummarke gleichen Namens Marktführer für hochwertige Spirituosen, China Life, führender Anbieter für Lebensversicherungen oder Netease, ein führender Anbieter für Onlinespiele in China.

Das Internet ist in China die dominierende Marketingplattform – schon heute werden hier 20 Prozent des weltweiten Umsatzes für mobile Digitalwerbung erzielt. Chinesische Internetunternehmen wie Tencent oder Baidu etwa gehören laut dem MIT Technologie Ranking zu den innovativsten Unternehmen der Welt.

Wir glauben vor diesem Hintergrund, dass sich der ökonomische Wandel in China fortsetzen wird – mit entsprechenden Chancen durch die rasante Marktöffnung des chinesischen Aktienmarkt. Dank der Stock- Connect-Programme der lokalen Börsen Schanghai, Shenzen mit Hongkong haben Investoren erstmals direkten Zugang zu 1.447 chinesischen A-Aktien. Die Börsen Schanghai und Shenzen verzeichneten 2016 rund 22 Prozent der weltweiten Börsenumsätze in Aktien — aber nur ein Prozent der chinesischen Marktkapitalisierung befindet sich derzeit in ausländischer Hand. Im Leben eines Schwellenland-Fondsmanagers ist dies eine einmalige Gelegenheit.

Marktkommentar von Wolfgang Fickus, Mitglied des Investmentskomitees, Comgest