2 Landeshauptstädte behalten Spitzenplätze

In Düsseldorfer werden Eigentumswohnungen immer teurer / Foto: © Mapics - stock.adobe.com

Die Neubauwohnungspreise in Düsseldorf befinden sich weiter auf einem steilen Weg nach oben. In Frankfurt scheinen sich erste Vorboten des Brexits bemerkbar zu machen und München steht nach wie vor an der Spitze bei den Angebotspreisen, während Hamburg stagniert. Das sind die wesentlichen Ergebnisse der „Wohnungsmarktanalyse Neubauwohnungen in ausgewählten Metropolregionen“ von PROJECT Research.

Wer in Düsseldorf eine Eigentumswohnung kaufen will, muss immer tiefer in die Tasche greifen. Wie bereits in den beiden vorherigen Quartalen liegt die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt in der „Wohnungsmarktanalyse Neubauwohnungen in ausgewählten Metropolregionen“auf Platz 1 der Städte mit den größten Preisanstiegen. Für die Studie untersucht PROJECT regelmäßig die Angebotskaufpreise im Geschosswohnungsbau für die Metropolregionen Berlin, Hamburg, Frankfurt am Main, Nürnberg, München, Düsseldorf, Köln und Wien. Laut der Analyse müssen Wohnungskäufer im Stadtgebiet Düsseldorf im Schnitt 6.568 Euro/m² bezahlen, ein Anstieg von 19,2 % gegenüber dem Vorjahr. Nur unwesentlich schwächer ist der Preisanstieg, wenn neben dem Stadtgebiet noch die umliegenden Gebiete betrachtet werden: So stiegen innerhalb eines Jahres die Preise in der Metropolregion Düsseldorf um 18,4 %. Der Preisanstieg in Düsseldorf war jedoch schwächer als bei der Untersuchung im Vorquartal (finanzwelt berichtete). „Auch Düsseldorf weist in den letzten Monaten Abschwächungstendenzen bei der Preisdynamik auf. Die Zahl der Bauprojekte in Düsseldorf ist weiterhin rückläufig. Aktuell gibt es nur noch 29 Objekte im Stadtgebiet. Die Mietpreise im Bestand stiegen im selben Zeitraum um lediglich 1,4 %. Im sehr volatilen Neubausegment fielen die Mietpreise dagegen um 3,0 %“, erläutert Dr. Matthias Schindler, Vorstand Projektentwicklung der PROJECT Real Estate AG.

Frankfurt schwächst sich ab – trotz Brexit

Ebenfalls einen zweistelligen Preisanstieg verzeichnete Frankfurt. So mussten Wohnungskäufer in der Mainmetropole im vierten Quartal 2018 im Schnitt 7.134 Euro/ m² bezahlen, ein Anstieg von 11,1 %. Etwas schwächer ist der Anstieg bei Einbeziehung umliegender Städte und Gemeinden: In der Metropolregion liegen die Angebotspreise mit durchschnittlich 5.563 Euro/m² um 7,5 % über dem Vorjahresniveau. Ein wesentlicher Grund für die dynamische Entwicklung in Frankfurt könnte sein, dass der Finanzplatz „Mainhattan“ von der Unsicherheit profitiert, die durch den nach wie vor völlig offenen Ausgang des Brexits entsteht. Dennoch ist auch in der größten Stadt Hessens eine Verlangsamung der Preisdynamik zu erkennen: Bei der Vorquartalsuntersuchung lag der Preisanstieg noch bei 13,3 % (Stadt) bzw. 9,3 % (Metropolregion). „Die Zuwachsraten haben sich in den letzten Monaten etwas abgeschwächt. Die Mietpreise stiegen um 5,7 % im Neubau und um 6,1 % im Bestand. Vor allem im Neubau sind die Preise mitunter deutlichen Schwankungen unterworfen“, führt Schindler aus.

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