8 Metropolregionen – 8 andere Entwicklungen

Trotz der teueren Eigentumswohnungen in der HafenCity sind in Hamburg die Durchschnittspreise für Neubaueigentumswohungen gefallen / Foto: © Jonas Weinitschke - stock.adobe.com

Berichte über steigende Immobilienpreise in Großstädten und Metropolregionen bestimmen seit langer Zeit die Schlagzeilen. Eine aktuelle Studie zeigt, dass nicht alle Großstädte von einem starken Preisanstieg betroffen sind. In einer A-Stadt ist sogar ein Preisrückgang zu verzeichnen – sowohl im Stadtgebiet als auch in der Metropolregion.

Jedes Quartal ermittelt PROJECT Research in der Studie „Wohnungsmarktanalyse Neubauwohnungen in ausgewählten Metropolregionen“, wie sich die Angebotskaufpreise im Geschosswohnneubau in den Metropolregionen Berlin, Hamburg, Frankfurt, Nürnberg, München, Düsseldorf, Köln und Wien entwickeln.

Hamburg auf dem absteigenden Ast?

In diesem Mai wurde etwas lange als undenkbar geltendes wahr: Mit dem Hamburger SV stieg das letzte  noch nie abgestiegene Gründungsmitglied der Fußball-Bundesliga ab. Auch die Immobilienpreise in der Hansestadt haben im letzten Jahr einen „Abstieg“ erlebt: So sind die Angebotspreise im Geschosswohnneubau im Hamburger Stadtgebiet seit September 2017 um 0,9 % gefallen und lagen nun bei durchschnittlich 5.809 Euro/m². Wesentlich zum Preisrückgang haben die Bezirke Altona und besonders Eimsbüttel (- 12,7 %) beigetragen. Trotz des Preisrückgangs sollten sich Investoren dennoch nicht von einem Engagement in Hamburg abhalten lassen, meint Dr. Matthias Schindler. „Eimsbüttel ist ein Bezirk mit größeren Lageunterschieden und damit sehr großen Preisspannen. Hier wurden im vergangenen Jahr in sehr guten Lagen hochpreisige Projekte abverkauft und es sind keine Projekte in vergleichbarer Lage und Preisgestaltung nachgerückt, was sich in den sinkenden Durchschnittspreisen widerspiegelt. Von einem generellen Preisabfall kann nicht gesprochen werden, betrachtet man die Preise in anderen Bezirken mit teilweise zweistelligen Preissteigerungsraten. Im letzten Jahr stieg die Zahl an Projekten in den günstigen Eimsbütteler Stadtteilen wie Schnelsen und Eidelstedt, während die Zahl an Objekten in Toplagen wie Eimsbüttel (Stadtteil) oder Rotherbaum zurückging“, erläutert der Vorstand Projektentwicklung der PROJECT Real Estate AG die Ursachen für den Preisrückgang. In Hamburg wurde zudem der zweitteuerste Preis der Untersuchung ermittelt: 21.060 Euro/m².

Etwas schwächer als im Stadtgebiet war der Rückgang bei Betrachtung der gesamten Metropolregion Hamburg, wo die Angebotspreise im Geschosswohnneubau mit durchschnittlich 5.380 Euro/m² 0,2 % unter dem Wert von September 2017 lagen. Jedoch ist hierbei zu beachten, dass der Jahresvergleich nur begrenzte Aussagekraft hat, da der Betrachtungsradius der Metropolregion Hamburg in der Zwischenzeit ausgeweitet wurde.

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