Weil Aufgeben keine Option ist!

Sabine Zehnder / Foto: © BusinessVillage

Viele Menschen haben genug davon, wie ihr Leben abläuft. Der Alltag frisst sie auf, die Probleme nehmen überhand, von einem selbst bleibt nicht viel übrig. Dabei handelt es sich noch nicht einmal um Überforderung oder einen Burnout. Nein, es ist der ganz normale Wahnsinn. Doch so ganz ausweglos wie es uns erscheint, ist die Situation meist nicht …

In solchen Phasen besteht die Gefahr, den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr zu sehen. Und es wächst der Wunsch nach einer Lösung. Nach einer ultimativen Lösung – denn: Wir haben ja keine Zeit. So nachvollziehbar der Wunsch nach der einen entscheidenden und allumfassenden Lösung ist, so unwahrscheinlich ist er auch. Vielmehr geht es darum, gerade in fordernden Lebensumständen clever zu sein und strukturiert an die Sache heranzugehen. Wer aber clever sein will, der braucht ein wenig freie Kapazität. Denn, Cleverness ist letztlich nichts anderes als Kreativität: unser Gehirn braucht ein wenig Auszeit, damit die zündende Idee entstehen kann. Das kennen Sie bestimmt: Je dringender Sie eine Idee brauchen, desto weniger bekommen Sie eine.

Das kann damit zusammenhängen, wie viel Stress die Situation auslöst, aber auch mit der Komplexität des Problems. Oder aber der Komplexität der Auswirkungen, die eine Lösung mit sich bringen kann. Stellen Sie sich vor, die Lösung Ihres Problems könnte eine Trennung sein, dann wären die Auswirkungen vielleicht geteiltes Sorgerecht für die Kinder, Wohnungssuche, Umzug, Hausverkauf, Verlust von Freunden, Verlust der Familie etc. Das ist keine einfache Entscheidung und stellt das ganze Leben auf den Kopf. Eine derartige Entscheidung will völlig zurecht gut überlegt sein. Wir grübeln, schlafen schlecht und treten tage-, wochen-, monatelang auf der Stelle. Wir sind unsicher, was richtig ist und was nicht. Um diesen Teufelskreis der Gedankengänge zu durchbrechen, hilft nur zu handeln und Sicherheit zu gewinnen. Mit Nachdenken allein macht man sich meistens eher nur unglücklich.

Sicherheit gewinnen Sie, wenn Sie gut verstehen, um was es eigentlich geht.

Versuchen Sie zunächst so genau wie möglich Ihr Thema zu benennen. Um welchen Lebensbereich geht es und was genau ist das Problem? Geht es um Sie, geht es um andere, usw.?

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