Traumschiff mit Schlagseite

Mittelstandsanleihen haben ihren Nimbus verloren. Erst in der vergangenen Woche gab das Modeunternehmen Strenesse die Pleite bekannt. Leider kein Einzelfall. Auch mit der Anleihe der MS Deutschland Beteiligungsgesellschaft mbH (MS Deutschland) scheint es nicht zum Besten bestellt. FERI ratet diese mit „BB-“, was einem erhöhten Ausfallrisiko entspricht.

(fw/ah) Zur Begründung gab die Ratingagentur an, dass das Unternehmen wegen Managementfehlern in der Vergangenheit und der schwierigen Marktsituation der letzten Jahre weiterhin erhebliche Belastungen zu verkraften habe. Auch im laufenden Jahr sei mit einem Jahresfehlbetrag zu rechnen. FERI rechnet erst für 2015 mit einem verbesserten Verschuldungsstand.
Positiv wertet FERI, dass der neue Mehrheitsgesellschafter Callista Private Equity Investor GmbH & Co. KG die Restrukturierungsmaßnahmen aktiv begleitet und eine Kapitalmaßnahme plant. Der bisherige Mehrheitsgesellschafter Aurelius AG bleibt Minderheitsgesellschafter und garantiert die im Dezember 2014 fällige Kuponzahlung, was ebenfalls positiv ist. Gleiches gilt für die deutlich anziehenden Buchungszahlen seit Mitte 2013. Zudem sind die geplanten werterhöhenden Investitionen gesichert. Daraus sollte ein Umsatzschub für 2015 entstehen.

Die MS Deutschland-Anleihe wurde am 18.12.2012 emittiert und hat eine Laufzeit bis 18.12.2017. Das Emissionsvolumen betrug 50 Mio. €.

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