IMMOFINANZ schafft Wende

Nach einem mäßigen Jahr 2016 läuft das Jahr 2017 für IMMOFINANZ deutlich besser / Foto: © by-studio -stock.adobe,com

Nach einem negativen Vorjahreszeitraum schafft IMMOFINANZ eine deutliche Verbesserung des Konzernergebnisses. Das Russlandgeschäft ist jedoch weiterhin eine große Belastung.

In den ersten neun Monaten 2017 hat die IMMOFINANZ ein Konzernergebnis aus fortgeführten Geschäftsbereichen (exkl. Russland) von 116,3 Mio. Euro erzielt. Im Vorjahreszeitraum war noch ein Verlust von 217,8 Mio. Euro zu verzeichnen gewesen. Trotz fortschreitenden Verkaufs nicht strategiekonformer Immobilien lagen die Mieterlöse mit 174,1 Mio. Euro 100.000 Euro über dem Vorjahreswert. Bereinigt um Neuakquisitionen, Fertigstellungen und Verkäufe (like-for-like) lagen die Mieterlöse bei 138,4 Mio. Euro und damit 3,9 % über dem Vorjahreswert. Eine deutliche Steigerung gab es beim Ergebnis aus Asset Management, das um 11,3 % auf 122,6 Mio. Euro wuchs. Auch das Finanzergebnis entwickelte sich äußerst positiv und lag mit 88,6 Mio. Euro wieder im Plus, nachdem es im Vorjahr noch mit 143,9 Mio. Euro im Minus lag. Als Grund hierfür nennt das Unternehmen positive Bewertungseffekte bei den Beteiligungen an CA Immo und BUWOG sowie einen gesunkenen Finanzierungsaufwand. Inklusive des Russlandgeschäfts bleibt das Konzernergebnis mit -59,1 Mio. Euro zwar negativ. Das ist aber deutlich besser als im Vorjahreszeitraum, als noch ein Verlust von 409,5 Mio. Euro erzielt wurde.

„Wir haben in den zurückliegenden drei Quartalen große Fortschritte in unserem operativen Geschäft erzielt und unsere Bilanz deutlich gestärkt. Unser Immobilienvermögen umfasst nunmehr rund  4,2 Mrd. Euro; weitere rund 660 Mio. Euro. entfallen auf unsere Beteiligung an der CA Immo. Darüber hinaus sind unsere liquiden Mittel bis Ende November durch die Auszahlung von Refinanzierungen auf rund 580 Mio. Euro angestiegen. Gleichzeitig haben wir die Zinsbelastung signifikant reduziert und unseren Verschuldungsgrad gesenkt. Dies ermöglicht uns, im nächsten Schritt ein Investment-Grade-Rating anzustreben“, kommentiert Oliver Schumy, CEO der IMMOFINANZ, die Entwicklung. „In unserem Portfolio haben wir Risiken konsequent beseitigt: Ein Meilenstein für die weitere Entwicklung der IMMOFINANZ ist dabei der Verkauf unseres Einzelhandelsportfolios Moskau.“

Vor zwei Wochen der Verkauf der Moskauer Shopping Center an die FORT Group beschlossen, das Closing der Transaktion soll im nächsten Monate erfolgen. Aus dem Verkauf war ein negativer Bewertungseffekt von -157,8 Mio. Euro im Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen im 3. Quartal zu berücksichtigen. Durch den Verkauf ergibt sich für die IMMOFINANZ ein zusätzliches Ertragspotenzial von bis zu ca. 145 Mio. Euro, das auf zukünftigen umsatzabhängigen Earn-outs und möglichen Steuerrückerstattungen basiert (umgerechnet mit dem Konzernkurs EUR/RUB von 69,0220 per 30. September 2017).

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