SolarWorld: Vorstand und Aufsichtsrat entlastet

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Auf der jüngsten Hauptversammlung der SolarWorld AG aus Bonn haben die Aktionäre Vorstand und Aufsichtsrat entlastet. Auf der Veranstaltung erklärte Vorstandschef Frank Asbeck, dass sich die Entscheidung im Rechtsstreit mit dem Solarsiliziumhersteller Hemlock verzögert.

(fw/rm) Der US-Konzern verlangt von SolarWorld 700 Millionen Dollar Schadensersatz, weil dieser vereinbarte Lieferungen nicht abgenommen habe. Laut Asbeck hat das zuständige Gericht im US-Bundesstaat Michigan den entscheidenden Verhandlungstermin auf den 23. Juni vertagt. Auf der 16. ordentlichen Hauptversammlung der SolarWorld AG, die am 7. Juni in Bonn stattfand, unterstrich Vorstandsvorsitzender Dr.-Ing. E. h. Frank Asbeck in seiner Rede das Wachstumspotenzial der Solartechnologie und die Chancen für SolarWorld: “Die Nachfrage nach echten Qualitätsprodukten auf dem internationalen Solarmarkt steigt kräftig. Als ausgewiesener Qualitätsanbieter haben wir die passende Technologie dafür. Das sind gute Aussichten für weiteres Wachstum und eine profitable Entwicklung unseres Unternehmens.” Bei der ordentlichen Hauptversammlung waren rund 51 Prozent des Grundkapitals der Gesellschaft vertreten. Der Vorstand unter Vorsitz von Dr.-Ing. E. h. Frank Asbeck und der Aufsichtsrat unter Vorsitz von Dr. Georg Gansen wurden für das Geschäftsjahr 2015 mit Mehrheiten von jeweils mehr als 99 Prozent des vertretenen Kapitals entlastet. Auch allen anderen Beschlussvorschlägen der Verwaltung wurden mit großen Mehrheiten von jeweils mehr als 99 Prozent zugestimmt.

Andere Aktien

Die KTG Agrar SE aus Hamburg hat es versäumt, die fälligen Zinsen an die Anleger der rund 260 Millionen Euro schweren Anleihe „KTG-Biowertpapier II“ zu zahlen. Die Anleihe ist mit 7,125 Prozent verzinst. Bei einem Volumen von 259,5 Millionen Euro hatten die Investoren Anspruch auf eine Zinszahlung von insgesamt knapp 18,5 Millionen Euro. Der Agrarkonzern, der stark auf Bio-Landwirtschaft setzt, hatte zur Zinszahlung stille Reserven nutzen wollen. Das aber gelang nicht rechtzeitig. Beim notariell abgeschlossen Verkauf von „nicht betriebsnotwendigen Assets“ sei es „zu nicht vorhersehbaren Verzögerungen bei der Durchführung gekommen“, erklärte die Unternehmensführung. Sie kündigte die verspätete Zinszahlung „innerhalb der kommenden 14 Tage“ an. Der deutsche Leitindex DAX sackte in der vergangenen Woche um 2,7 Prozent auf 9.835 Punkte ab. Der US-amerikanische Dow Jones Index verlor 0,3 Prozent auf 17.865 Punkte. Der japanische Nikkei Index gab um 0,25 Prozent auf 16.601 Punkte nach. Der chinesische Hang Seng Index sank um 0,45 Prozent auf 21.043 Punkte. Der Preis für ein Barrel Öl der Sorte „Brent Crude“ stieg um 2,6 Prozent auf 50,76 Euro. Der Goldpreis legte drei Prozent auf 1.282 US-Dollar zu. Der Kurs des Euro erhöhte sich um 1,4 Prozent auf 1,125 Dollar. www.umweltbank.de www.solarworld.de