Selbstbewusste Lebensversicherung

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Auf der gestrigen Pressekonferenz im Rahmen der DKM präsentierte sich die Dialog selbstbewusst. Grund hierfür sind eine Stärkung der Stellung innerhalb des Konzerns, ein Geschäft, das dem Markttrend trotz und die eigene Finanzstärke.

Als einziges Unternehmen des Generali-Konzerns präsentierte sich gestern die Dialog Lebensversicherungs-AG auf der DKM. Die zunehmend stärkere Rolle, die der Augsburger Versicherer in Zukunft innerhalb des Konzerns spielen wird, wurde auch daran deutlich, dass unter der Marke Dialog künftig das gesamte Maklergeschäft, also auch das Sachgeschäft, angesiedelt sein wird. Michael Stille, Vorstandsvorsitzender der Dialog, betont: „Die Dialog in ihrer Fokussierung auf den Makler war bisher ausschließlich als Spezialversicherer für biometrische Risiken tätig und darin sehr erfolgreich. Die Konzentration aller Aktivitäten in diesem Vertriebskanal auf eine starke Marke stellt eine überzeugende Lösung für alle Marktbeteiligten dar.“

Erneutes Rekordjahr

Niedrige Zinsen lassen Lebensversicherung immer unattraktiver werden, sodass der Bestand in Deutschland im vergangen Jahr um 1,8 % sank. Die Dialog konnte ihr Neugeschäft jedoch deutlich ausbauen, und trotz Absenkung der Bruttoprämien sowohl Stückzahl als auch Versicherungssumme deutlich steigern. Aufgrund des starken Neugeschäfts stieg die Zahl der Verträge von ca. 438.000 auf ca. 461.000. Damit ging auch ein Wachstum der Bruttobeitragseinnahmen einher, die um 4,6 % auf 281,8 Mio. Euro stiegen. Auch hier entwickelte sich die Dialog völlig entgegen dem Gesamtmarkt, wo die Bruttobeitragseinnahmen um 1,7 % sanken. Das Wachstum der Dialog wird von allen Produktbereichen getragen. So stieg die Stückzahl er eingelösten Versicherungsscheine in der Risikolebensversicherung um 3,3 % und in der Berufsunfähigkeitsversicherung sogar um 22,9 %. Eine untergeordnete Rolle spielt hingegen die Erwerbsunfähigkeitsversicherung.

Auch außerhalb Deutschlands hat die Generali starke Zahlen vorzuweisen. So präsentierte Michael Stille sichtlich stolz die Zahlen des österreichischen Zweiges der Dialog, wo man 40 % der Umsätze in der Risikolebensversicherung erzielt und einen Marktanteil von ca. 30 % hat. “Herzlichen Glückwunsch, Herr Bors!”, so Stille an die Adresse von Willi Bors, der seit September 2016 für das Österreich-Geschäft der Dialog verantwortlich ist.

Dialog belohnt Gesundheitsbewusstsein

Seit Anfang dieses Jahres bietet die Dialog Generali-Vitality-Produkte, die Gesundheitsbewusstsein belohnen (sportliche Betätigung, Vorsorgeuntersuchung, gesunde Ernährung). Es handelt sich hierbei um die Kombination der Dialog- Risikolebensversicherung RISK-vario als Normal- und als Premiumtarif mit Generali Vitality. Mit der Markteinführung der Berufsunfähigkeitsversicherung SBU-professional in der Kombination mit Generali Vitality folgte im Juni der zweite Schritt. Um die Vorteile von Generali-Vitality zu erhalten (Prämienrabatte aber auch Rabatte bei verschiedenen Einzelhandelspartnern) muss im Internet verschiedene Angaben zu seinen körperlichen Aktivitäten und seiner Ernährung machen. Entsprechend wird ein Status (Bronze, Silber, Gold, Platin) berechnet, der verschiedene Möglichkeiten von Prämien ermöglicht. Aber wie will Generali kontrollieren, ob ein Kettenraucher, dessen einzige Bewegung darin besteht zum nächsten gelegenen Zigarettenautomaten zu laufen, angibt, dass er Nichtraucher sei und drei Mal wöchentlich Sport treibe? Auf diese Frage hatte Benjamin Börner, Leiter Marketing & Technische Vertriebsinnovation, eine eindeutige Antwort: “Wir vertrauen unseren Kunden”.

Digitale Ausrichtung des Maklerservices

Im Rahmen der Umsetzung ihrer Digitalisierungsstrategie baut die Dialog die Ausrichtung aller Maklerservices konsequent aus. Dies betrifft alle Beratungs-, Tarifierungs-, Signatur- sowie Verkaufs- und Administrationsprozesse. So wurde für die Vertriebspartner zum Austausch digitaler Dokumente eine BiPRO-(„Brancheninstitut für Prozessoptimierung“) Schnittstelle eingerichtet. Damit sollen unternehmensübergreifende Geschäftsprozesse automatisiert und die Arbeitsschritte zwischen Vermittler und Versicherer normiert werden. Makler der Dialog können sich über ein eigens eingerichtetes Portal rasch über jeden kundenbezogenen Schriftwechsel informieren. Per Knopfdruck können Nachrichten und Dokumente abgerufen und GDV-Daten bereitgestellt werden.

Mit dem Vitality-Vorteilsrechner kann der Makler durch Eingabe gesundheitsbezogener Daten den Vitality-Status seines Kunden feststellen auf dieser Basis dessen persönliche Vorteile ermitteln. Für Kunden, die eher weniger Wert auf ihre Gesundheit legen, kann es sich zudem lohnen, auch auf Vitality-Tarife zu setzen. So sind auch die Prämien für den schlechtesten Status nicht höher als die für Tarife ohne Vitality.

Finanzstarker Versicherer

Die starke Geschäftsentwicklung der Dialog spiegelt sich auch in ihrer Finanzstärke wider. So wird der Augsburger Versicherer laufend von den Ratingagenturen Moody’s und Fitch mit guten Ratings bewertet. Dies liegt u.a. daran, dass die Dialog zu den Versicherungsunternehmen mit den niedrigsten Stornoquoten gehört und die Prozessquote auf dem minimalsten Wert, nämlich 0, liegt. Auch die Solvenzquoten nach Solvency II machen die Finanzkraft der Dialog deutlich: So gehört sich mit einer Quote von 637 % zu den Spitzenreiter im Markt. (ahu)

www.dialog-leben.de