Risikomindernde Wirkung unter Solvency II

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Die RfB stellt mit ihrem risikomindernden Charakter ein zentrales Element des traditionellen deutschen Lebensversicherungsgeschäfts dar. Analog zu Solvency I wird dieser Effekt auch unter Solvency II berücksichtigt.

(fw/rm) Das geschieht durch die explizite Berücksichtigung der zum Stichtag verfügbaren RfB durch sogenannte Surplus Funds. Der dafür gewählte Ansatz ist zwar in sich stimmig, stellt allerdings eine Ausnahme vom generellen Bewertungskonzept von Solvency II dar. Zudem sind die zugrundeliegenden Annahmen diskussionswürdig, da insbesondere die für die Verlustausgleichsfähigkeit der RfB relevante HGB-Sichtweise in den geltenden Solvency II Vorgaben zu kurz kommt. Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Untersuchung von Tobias Burkhart, Andreas Reuß und Hajo Zwiesler, die bei der internationalen Jahrestagung des Deutschen Vereins für Versicherungswissenschaft in Wien vorgestellt wurde. Dabei wird die als gängige Praxis verwendeten Methode zur Abbildung des risikomindernden Charakters der RfB in Bewertungsmodellen von Lebensversicherungsunternehmen unter Solvency II mit speziellem Fokus auf Surplus Funds umfassend analysiert. Die Untersuchung ist Teil eines umfangreichen Forschungsprojektes zu Vererbungseffekten in der Lebensversicherung. PDF-Download: “Allowance for Surplus under Solvency II…” www.ifa-ulm.de