Postbank legt gute Zahlen vor

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Die Deutsche Postbank AG hat ihren Erholungskurs weiter fortgesetzt. Sie erzielte im ersten Halbjahr ein Ergebnis vor Steuern von 225 Millionen Euro (Vorjahreszeitraum: 100 Millionen Euro). Davon entfielen 94 Millionen Euro (Vorjahreszeitraum: -29 Millionen Euro) auf das zweite Quartal. Das teilte das Unternehmen in einer Presseerklärung mit.

(fw/ah) Erfreulich entwickelten sich die Ergebnisbeiträge aus dem Kundengeschäft, vor allem der Zinsüberschuss. Stefan Jütte, der Vorstandsvorsitzende der Bonner Bank, zeigt sich zuversichtlich, im Geschäftsjahr 2010 “Insgesamt ein positives Ergebnis erzielen zu können. Allerdings gehen wir nach derzeitiger vorsichtiger Einschätzung nicht davon aus, dass sich das Ergebnisniveau des ersten Halbjahres auch im zweiten Halbjahr fortschreiben lässt.” Als Gründe nennt Jütte die sehr positive Entwicklung der Erträge im ersten Halbjahr, weiter bestehende Unsicherheiten in der Entwicklung der Risikopositionen sowie die jüngsten Investitionen in das Filialnetz, die im zweiten Halbjahr zu einem höheren Verwaltungsaufwand führen dürften.

Die Kernkapitalquote der Postbank lag zum 30. Juni 2010 mit Marktrisikopositionen bei 7,3 Prozent, ohne Berücksichtigung der Marktrisiken bei 7,9 Prozent. Bei erfolgreicher Umsetzung dieser Maßnahme strebt sie bis 2012 eine Kernkapitalquote einschließlich Marktrisikopositionen von rund 9,5 Prozent (ca. 10 Prozent ohne Marktrisikopositionen) an.

Im Bauspargeschäft, das die Postbank unter der Marke BHW betreibt, hat sich die beantragte Bausparsumme gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum um 9,6 Prozent auf rund 5,7 Milliarden Euro erhöht. Neben dem mobilen Vertrieb haben zu diesem Erfolg vor allem die Postbank Filialen und das Geschäft mit Kooperationspartnern beigetragen.

Das Ergebnis je Aktie beträgt 0,70 Euro (Vorjahr: 0,52 Euro). Die Eigenkapitalrendite vor Steuern belief sich auf 8,3 Prozent nach -4,1 Prozent im Vorjahr.