Photovoltaik als Risiko

Finanzierung von Photovoltaik
Umweltschutz ist das eine - Risken zu versichern ist eine Kunst © Jürgen Fälchle - Fotolia.com

Umweltschutz ist das eine, Sicherheit ist meist ein anderes Thema. Das gilt auch für Photovoltaik. Die Anlagen sind schnell installiert und finanziert. Aber gerade im letzteren steckt im Schaden ein Risiko.

Bisher war die Forderungsdifferenzversicherung – GAP 24 – nur für Nutzer von geleasten oder finanzierten Kraftfahrzeugen, Nutzfahrzeugen oder Maschinen interessant.

Die Basler Versicherungen melden, sie haben ihr Deckungskonzept nun in der Sparte ‘Technische Versicherungen’ erweitert und bietet jetzt ab Oktober zusätzlich die Absicherung der Finanzierung von Photovoltaikversicherungen an.

Mit der neuen ergänzenden Deckung tragen die Besitzer einer Photovoltaikanlage im Falle eines Schadens nicht die Differenz zwischen dem Zeitwert und dem Restschuldbetrag an den Kreditgeber.

Seit 2002 werden durch das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) regenerative Energien wie Photovoltaik gefördert. Ziel ist es, damit eine Energiewende herbeizuführen. Die Errichtung und der Ausbau von Photovoltaik-Anlagen werden über spezielle Kredite unterstützt.

Mittlerweile sind ca. 1,5 Millionen Photovoltaikanlagen in Deutschland installiert, zwischen 70 und 80 Prozent davon sind finanziert. Über die Jahre hinweg werden die Anlagen bei einer Neuanschaffung immer günstiger. Dieser Preisverfall hat enorme Auswirkungen auf die Entschädigung im Falle eines Totalschadens.

Sicherung der Finanzierung von Photovoltaikanlagen

Wird eine Photovoltaikanlage im Falle eines Totalschadens wiederhergestellt, übernimmt die Photovoltaik-Versicherung die Kosten bis zum aktuellen Neuwert einer neuen Anlage.

Im Totalschadenfall mit Nichtwiederherstellung der Anlage wird die Photovoltaikversicherung allerdings nur den Zeitwert ersetzen.

Der Zeitwert orientiert sich dabei aber nicht am ursprünglichen Kaufpreis, sondern am aktuellen Neupreis einer vergleichbaren Anlage. Durch den konstanten Preisverfall beim Neukauf von Photovoltaikanlagen ist der aktuelle Neupreis immer niedriger als der ursprüngliche Kaufpreis.

Dadurch ist die Zeitwertentschädigung bezogen auf den ursprünglichen Kaufpreis wesentlich niedriger. Zudem ist der Zeitwert in der Regel wesentlich kleiner als die Restschuld, die noch bei der Bank für die finanzierte Anlage besteht.

Im Totalschadenfall mit Nichtwiederherstellung der Anlage wird die Bank den ausstehenden Darlehensbetrag einfordern. Die Differenz zwischen dem zu zahlenden Restdarlehen und dem Zeitwert muss der Eigentümer der Anlage komplett alleine tragen. An dieser Stelle kommt die Forderungsdifferenzversicherung (GAP24) zum Einsatz. Sie übernimmt die Differenz zwischen Restschuld und Zeitwerterstattung, so dass der Eigentümer der Photovoltaikanlage keinerlei Kosten tragen muss.

Übernahme der Selbstbeteiligung im Schadenfall

GAP24 ist eine ‘Stand-Alone-Versicherung’, die zusätzlich zur bestehenden Photovoltaikversicherung abgeschlossen wird. Für die gesamte Dauer des Vertrages ist nur ein geringer Einmalbeitrag fällig. Im Totalschadenfall übernimmt GAP24 zusätzlich auch die Selbstbeteiligung aus der Photovoltaikversicherung mit maximal 1.000 Euro. Die Finanzierung von Photovoltaikanlagen wird durch die neue Forderungsdifferenzversicherung (GAP24) ausreichend gesichert.

Der Versicherungsschutz wird in Kooperation mit GAP24 hier im Internet angeboten und kann direkt vom Besitzer der Anlage abgeschlossen werden.  (db)