Paul verhagelt Westfalen

Tief "Paul" brachte Hagel nach Westfalen / Foto: © Provinzial Westfalen

Vergangene Woche zog Tief “Paul” über den nördlichen Teil Deutschlands hinweg und brachte schweren Hagel mit sich. Die Westfälische Provinzial Versicherung rechnet mit bis zu 15.000 Schäden und einem Gesamtschadenaufwand von bis zu 30 Millionen Euro.

Die Provinzial geht davon aus, dass in ganz Westfalen bis zu 7.000 Kfz-Schäden mit einem Schadenswert von bis zu 17 Mio. Euro entstanden sind. Der größte Teil davon ist auf Hagel zurückzuführen. Außerdem gab es rund 8.000 Schäden im Sach-Bereich. Hier summiert sich die Schadenshöhe ebenfalls auf bis zu 17 Mio. Euro. Auch hier wurden rund zwei Drittel der Schäden durch Hagel verursacht, der Rest entfällt größtenteils durch Blitzeinschlag und Sturm.

Besonders der im nordwestlichen Sauerland gelegene Märkische Kreis war betroffen, denn die Hälfte der Schäden entfielen auf diese Region. “Unsere Vertriebspartner in den Geschäftsstellen und Sparkassen sowie auch die Sachbearbeiter in der Direktion arbeiten mit Hochdruck an der Aufnahme und Regulierung der Schäden”, berichtet Silke Liedtke, Hauptabteilungsleiterin Schaden bei der Westfälischen Provinzial.

Einsatz für den Hagelscanner

Aufgrund der Vielzahl an durch Hagel beschädigten Fahrzeugen werden ab Freitag Sammelbesichtigungen in den besonders betroffenen Gebieten durchgeführt. “Dadurch stellen wir sicher, dass jeder Schaden angemessen begutachtet wird und es nicht zu unnötigen Wartezeiten für unsere Kunden kommt” so Liedtke.

In Hemer (Märkischer Kreis) wird dabei der Provinzial-Hagelscanner zum Einsatz kommen, den die Provinzial bereits seit 2014 nutzt. Damit können Kfz-Schäden zügig und präzise unter die Lupe genommen werden. Das System scannt das Fahrzeug mit hochauflösenden Kameras und erfasst auch Schäden, die für das bloße Auge kaum sichtbar sind. Die Betroffenen erhalten damit direkt vor Ort eine verlässliche Aussage darüber, wie hoch der Schaden am Fahrzeug ist. Außerdem werden die Schäden eindeutig dokumentiert, sodass es bei der Reparatur nicht zu bösen Überraschungen kommen kann. (ahu)

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