Mittelzuflüsse wohin man schaut

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Exchange Traded Funds (ETFs) sind wahre Verkaufsschlager, zumindest haben sie sich im institutionellen Bereich seit Jahren etabliert. Die Netto-Zuflüsse auf dem europäischen ETF-Markt betrugen im April 6,4 Mrd. Euro und erreichten damit einen neuen 12-Monats-Rekord.

(fw/ah) Insgesamt stieg das in ETFs verwaltete Vermögen im bisherigen Jahresverlauf um 7 % und erreichte damit ein Volumen von 307 Mrd. Euro, so Lyxor Asset Management.
Im Aktienbereich betrugen die Zuflüsse 3,7 Mrd. Euro, was ebenfalls einem 12-Monats-Hoch entspricht. Besonders im Fokus standen dabei vergleichbar riskantere Anlagen mit attraktiven Bewertungen bzw. Dividendenrenditen.
Stark nachgefragt wurden auch Aktienmärkte in den Industrieländern; so erreichten ETFs, die sich auf Dividenden und Value-Indizes einerseits sowie den Finanzsektor und Länder der europäischen Peripherie andererseits beziehen, Zuflüsse von 1,4 Mrd. Euro. Gesucht wurden aber auch Schwellenländer-ETFs, wo Anleger die günstigen Bewertungen für Neuanlagen nutzten.

Im Anleihen-Bereich betrugen die Zuflüsse über alle Anlagesegmente hinweg insgesamt 2,4 Mrd. Euro, ebenfalls ein 12-Monats Rekord. Europäische Staatsanleihen waren aufgrund des (weiterhin) sinkenden Zinsumfeldes in Europa gefragt. ETFs, die Unternehmens- und Hochzins-Anleihen abbilden, profitierten dagegen von der Nachfrage nach höher verzinslichen Investmentmöglichkeiten. Auch ETFs, die Staatsanleihen aus den Schwellenländern abbilden, konnten von diesem Aspekt profitieren und verzeichneten Zuflüsse.

Im Rohstoffbereich lagen die Zuflüsse bei 247 Mio. Euro. Dabei konnten Gold-ETFs erstmals seit einem Jahr wieder Nettozuflüsse verzeichnen, was im Wesentlichen auf die Krise in der Ukraine zurückzuführen ist.

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