Mit Schwung ins 2. Halbjahr

Gabriele Volz, Geschäftsführerin von Wealth Management Capital Holding Gmbh / Foto: © WealthCap

Die Anlageklasse Betongold liegt weiter im Trend. Dennoch wird es zunehmend schwieriger, attraktive Assets zu annehmbaren Preisen einzukaufen. Wie sich die Zukunft darstellt und was sich im Private Equity-Markt tut, darüber sprach finanzwelt mit Gabriele Volz, Geschäftsführerin von WealthCap.

finanzwelt: Rückblickend auf das erste Halbjahr, welches Fazit ziehen Sie für Ihr Haus?

Volz: Ein sehr positives Fazit. Stand Anfang Juli konnten wir fast 140 Mio. Euro bei Privatkunden platzieren. Allein in der Anlageklasse Immobilie Deutschland konnten wir über 100 Mio. Euro Eigenkapital einwerben. Und auch auf der Ausschüttungsseite ist die Entwicklung positiv. Mit rund 427 Mio. Euro leisten wir die zweithöchste Ausschüttung der Unternehmensgeschichte.

Bei institutionellen Investoren haben wir mit unserem vierten Spezial AIF mit dem BayWa Headquarter in München eine neue Zielgruppe, den Genossenschaftlichen Sektor gewonnen und rechnen noch in diesem Quartal mit der Ausplatzierung der verfügbaren 152 Mio. Euro Eigenkapital. Der Nachfolger Spezial-AIF 5 ist bereits genehmigt und voll investiert. Dabei setzt das Angebot mit einer angestrebten Rendite von über 5 % nach Kosten auf zwei Erfolgsfaktoren:

  1. Eine breite Streuung über 5 der deutschen Top 7 Städte mit 11 bereits gesicherten Investments und ca. 80 Mietern
  2. Investitionsobjekte in Potenziallagen, die durch das aktive hausinterne Asset Management von Immobilie und Vermietung gezielt weiter entwickelt werden.

finanzwelt: Immobilien-Investments liegen nach wie vor im Trend. Die Suche nach Core-Objekten ist zunehmend schwierig. Wie machen Sie interessante Objekte in beliebten Städten aus? Wie genau/eng definieren Sie „Potenzial-Lagen“?

Volz: Wie verfügen über mehr als 30 Jahre Erfahrung am deutschen Immobilienmarkt und damit über eine langfristige Expertise. Wir setzen uns sehr intensiv mit den Teilmärkten auseinander. Aufgrund des starken Expansionsdrucks unter dem insbesondere deutsche A-Städte leiden, profitieren einzelne Lagen mit sehr guter Anbindung abseits der absoluten Innenstadtlagen. Hier sehen wir noch sehr gute Potenziale für eine weitere positive Entwicklung.

finanzwelt: Sie haben Ihren Schwesterfonds Private Equity 19/20 geschlossen. Wie nehmen Sie die aktuelle Lage auf dem Beteiligungsmarkt (Stichwörter: Private-Equity-Fonds schwimmen in Geld, sinnvolle Anlagen sind selten) wahr? Planen Sie ein Nachfolgeprodukt?

Volz: In der Tat ist bei Alternative Assets der Markt umkämpft. Als einer der Pioniere im Bereich Private Equity verfügen wir über einen hervorragenden Zugang zu den Zielfondsmanagern. Wir sind bereits in sehr konkreter Planung eines Nachfolgeprodukts, das auf das Buy-Out-Segment in Europa fokussieren wird.

finanzwelt: Was dürfen Berater im zweiten Halbjahr darüber hinaus Interessantes und Neues von Ihnen erwarten?

Volz: Wir haben eine Reihe von Angeboten in der Pipeline. Sowohl für Privatkunden als auch für institutionelle Investoren. Im Zielfondsbereich werden wir unsere erfolgreiche Reihe des gemischten Portfolios mit Multi-Asset-Ansatz fortsetzen. Zudem prüfen wir derzeit das Angebot weiterer Anlageklassen für Profi-Investoren, insbesondere im Bereich der Zielfondsinvestitionen. Und natürlich setzen wir weiter auf unsere Kernanlageklasse Immobilie Deutschland für beide Zielgruppen.