Mehr Fonds, weniger Volumen

Anlegern steht aktuelle eine größere Fondspalette als früher zur Auswahl / Foto: © stokkete-fotolia,com

Das Angebot an geschlossene Publikums AIF hat sich im zweiten Quartal diesen Jahres erhöht. So wurden zwischen April und Juni elf solcher Produkte auf den Markt gebracht, fast doppelt so viele wie im Vorjahrquartal und auch im Vorjahresquartal. Das durchschnittliche Fondsvolumen ist jedoch deutlich geringer. Das geht aus Zahlen hervor, die die Ratingagentur Scope heute veröffentlicht hat.

Das prospektierte Eigenkapitalvolumen betrug insgesamt 207 Mio. Euro. Das prospektiere Eigenkapitalvolumen der sechs Publikums-AIF, die im ersten Quartal emittiert wurden, betrug 143 Mio. Euro. Auch im zweiten Quartal 2016 kamen sechs Publikums AIF auf den Markt. Diese hatten allerdings mit ca. 200 Mio. Euro fast genauso viel prospektiertes Eigenkapital wie die im abgelaufenen Quartal emittierten AIFs. „Der Markt für geschlossene Publikums-AIF zeigt damit leichte Aufwärtstendenzen,“ erklärt Stephanie Lebert, Senior Analystin bei Scope.

Abnehmende Fondsvolumina

Wie aus den obigen Zahlen bezüglich des gesamten prospektierten Eigenkapitals ersichtlich, liegt das durchschnittliche Eigenkapital der Fonds deutlich unter den Werten des Vorjahresquartals und auch des Vorquartals. So haben die im zweiten Quartal 2017 emittierten Fonds im Schnitt 19 Mio. Euro Eigenkapital, im Vorquartal waren es noch 24 Mio. Euro, im Vorjahresquartal sogar 42 Mio. Euro.

Der einzige Fonds, der zwischen April und Juni auf den Markt kommt und mehr als 50 Mio. Euro prospektiertes Eigenkapital hat, ist PATRIZIA GrundInvest Mainz Rheinufer mit 66 Mio. Euro.

Vor allem deutsche Immobilienfonds

„Betongold“ erfreut sich bei den Fondsgesellschaften nach wie vor großer Beliebtheit, denn acht der 11 im zweiten Quartal auf den Markt gebrachten Fonds investieren in Immobilien. Dabei liegt der Investmentfokus fast ausschließlich auf deutschen Objekten.

Doppelt so viele Vermögensanlagen

Neben dem Markt für AIF kommen auch immer mehr Vermögensanlagen nach dem Vermögensanlagegesetz (VermAnlG) auf den Markt. Im zweiten Quartal diesen Jahres kam 23 solcher Produkte auf den Markt, deren zu platzierendes Kapital ca. 255 Mio. Euro beträgt. Im ersten Quartal wurden nur 13 Produkte zum Vertrieb zugelassen.

Die 23 im zweiten Quartal 2017 von der BaFin genehmigten Vermögensanlagen gliedern sich in acht Direktinvestments, sieben Unternehmensbeteiligungen, sechs Nachrangdarlehen, eine Namensschuldverschreibung und ein partiarisches Darlehen.

Nur für 17 der 23 Vermögensanlagen liegt auswertbares Datenmaterial vor. Bei den restlichen sechs Vermögensanlagen handelt es sich um fünf Bürgerwindparks und um eine weitere Vermögensanlage aus der Assetklasse Erneuerbare Energien. (ahu)

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