Makler fordern aktive Unterstützung im Projekt Web 2.0 ein

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Der Schritt ins Social-Media-Zeitalter fällt Maklern eher schwer. Die potentiellen Kommunikations- und Vertriebsmöglichkeiten mancher interaktiver Anwendungen des Web 2.0 werden beruflich bislang eher selten genutzt. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Studie „Makler-Absatzbarometer“ der YouGovPsychonomics AG.

(fw/ah) Die Autoren der Studie führen an, dass große Zurückhaltung bei den Beteiligten im Umgang mit den neuen Technologien erkennbar ist. So hätten aktuell zwar mehr als drei Viertel aller befragten Makler eine ständige Präsenz im Internet, aber nur weniger als jeder Vierte nutze aktiv Suchoptimierungsmöglichkeiten, wie beispielsweise Google AdWords. Entsprechend gering würde das berufliche Interesse an Social-Web-Anwendungen ausfallen. Die durchaus bestehende Neugier bezieht sich bislang mehrheitlich auf die private Nutzung. Dabei bietet sich gerade dieses Feld für innovative Formen der Kommunikation zwischen den Versicherern und den Maklern an, vor allem aber zwischen den Versicherern und Maklern und der Kunden. Hier können sich Versicherungsunternehmen durch kompetente und gezielte Beratungsleistungen deutlich vom Wettbewerbsumfeld abheben.

Zu den bekanntesten Online-Netzwerken unter Maklern gehören demnach XING, facebook und StayFriends. Gerade das Netzwerk XING erfreut sich einer sehr hohen Bekanntheit und ist bereits mehr als drei Viertel aller befragten Makler ein Begriff. Und auch bei der Frage nach den meistgenutzten Netzwerken dominiert XING. Etwas weniger als zwei Drittel aller Befragten sind persönlich registriert, etwa drei Viertel bereits seit über einem Jahr, etwa zwei Drittel sogar schon über zwei Jahre. Das Netzwerk facebook wird dagegen erst von jedem dritten Nutzer aus den Reihen der Makler länger als ein Jahr genutzt.

Deutlich engmaschiger als XING nutzen die Makler allerdings facebook. Während die deutliche Mehrheit der befragten Makler facebook bereits mehrmals pro Woche nutzt, sind es bei XING weniger als die Hälfte. XING besitzt aktuell allerdings die deutlich größere Relevanz für den Makler-Beruf. Denn drei Viertel aller befragten Makler nutzen das Netzwerk mehrheitlich beruflich. Die Präsenz in facebook bezeichnet dagegen nur jeder Zwanzigste als mehrheitlich beruflich bedingt.

Bundesweit wurden mehr als 200 hauptberufliche Versicherungs- und Finanzmakler aus großen und kleineren Maklerbüros ausführlich zu den aktuellen und zukünftigen Marktentwicklungen befragt.