In den USA gibt es mehr gute Anlagechancen als vor einem Jahr

„Die US-Wirtschaft ist nach wie vor in guter Verfassung. Für zusätzliche, wenn auch nicht mehr ganz so starke Wachstumsimpulse dürften die Entwicklung am Arbeitsmarkt und die Erholung des Konsums dank steigender Löhne sorgen.

(fw) Ein Übriges tun die florierende Dienstleistungsbranche und die Belebung in der Bauindustrie sowie in den damit verbundenen Wirtschaftszweigen. Mein positiver Ausblick für die USA wird aber auch durch strukturelle Faktoren gestützt. Dazu gehören die Innovationskraft amerikanischer Unternehmen, die dank Schiefergas gesunkenen Energiekosten und die daraus resultierende größere Energieunabhängigkeit des Landes.

Spekulationen rund um die anstehende US-Zinswende waren in den vergangenen Monaten eines der beherrschenden Themen. Dabei scheint eine Normalisierung der Zinsen durchaus gerechtfertigt, denn die amerikanische Wirtschaft wächst mit moderatem Tempo und die Arbeitslosenquote nähert sich der Zielgröße.

Nach den wieder stärkeren Marktschwankungen und der nachfolgenden Kurskorrektur an den Aktienmärkten finde ich aktuell mehr interessante Anlagechancen als vor einem Jahr. Mit der Talfahrt an den Märkten hat sich aber auch das Abwärtspotenzial verringert, während die starken Fundamentaldaten vieler interessanter US-Aktien für erhebliche Kursphantasie sorgen. Beim Gewinnwachstum gab es zuletzt jedoch auch einige Korrekturen nach unten. Unter dem Strich werden die Gewinne der Unternehmen im S&P 500 Index im zu Ende gehenden Jahr wohl kaum wachsen. Zudem könnten steigende Löhne und Zinsen in Verbindung mit dem starken US-Dollar die Margen in einigen Wirtschaftszweigen schmälern. Daher ist es wichtig, nicht nur auf die Bilanzen der Unternehmen zu schauen, sondern auch auf die Widerstandsfähigkeit beziehungsweise Nachhaltigkeit der Geschäftsmodelle.“

www.fidelity.de