Im Norden sind mehr Autodiebe unterwegs

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Elektronische Wegfahrsperren und weitere moderne Sicherheitstechnologien zeigen offenbar Wirkung: Die Zahl der Autodiebstähle in Deutschland liegt auf einem historischen Tiefstand. Gestiegen ist hingegen der Wert der gestohlenen Fahrzeuge. Regional verteilen sich die Diebstähle sehr unterschiedlich.

Nach Angaben des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft wurden im vergangenen Jahr in Deutschland 15.037 kaskoversicherte Autos gestohlen, so wenig wie noch nie seit der Wiedervereinigung. Zum Vergleich: Mitte der 90er Jahren wurden jährlich noch ca. 100.000 Fahrzeuge gestohlen. Höher als früher ist hingegen der Wert der gestohlenen Autos: So zeigt der heute veröffentlichte Kfz-Diebstahlreport des GDV, dass die Versicherer im Jahr 2018 pro Diebstahl durchschnittlich 19.8000 Euro bezahlen mussten,  7 % mehr als im Vorjahr. Insgesamt betrug der Schaden 298 Mio. Euro.

Dass die Schadenssumme pro Diebstahl höher liegt als früher, könnte auch damit zusammenhängen, dass es die Autodiebe besonders auf SUVs und teure Limousinen abgesehen. So befindet sich mit dem Mazda CX-5 2.2 D AWD ein SUV an der Spitze der meist gestohlenen Autos. Auch die X-Modelle von BMW wurden sehr häufig gestohlen.

Deutliches Nord-Süd-Gefälle

Am häufigsten über einen Autodiebstahl ärgern mussten sich Berliner: So wurden hier im vergangenen Jahr 2.877 PKW gestohlen, was einer Diebstahlquote von 3,1 von 1.000 kaskoversicherten Fahrzeugen entspricht. Auch Leipzig (1,5), Hamburg (1,4) und Hannover (1,0) weisen hohe Diebstahlraten auf. Deutlich weniger Sorgen um ihren fahrbaren Untersatz mussten sich hingegen Autobesitzer im Süden der Republik machen: Obwohl Bayern und Baden-Württemberg zusammen gut acht Mal so viele Einwohner wie Berlin hat, wurden beiden Bundesländern zusammen gerade einmal halb so viele Fahrzeuge gestohlen wie in der Hauptstadt. (ahu)