Fidelity: Rally bei Kupfer und Gold hält an

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Sowohl der Kupfer- als auch der Goldpreis haben in den vergangenen Jahren eine starke Performance hingelegt. Eine gleichzeitige Rally der beiden Metalle ist jedoch selten. Amit Lodha und Nick Price, Fondsmanager bei Fidelity Interntional, erklären diese Entwicklung (Auszug).

Amit Lodha, Manager des Fidelity Global Real Asset Securities Fund:

“China ist auf dem Weg zu einer konsumgetriebenen Volkswirtschaft. Daher sind die Aussichten für Rohstoffe, die für die Herstellung von Konsumgütern benötigt werden, besser als für Rohstoffe, die von Investitionsausgaben abhängig sind. Energie, Platin, Pottasche und Öl sind Beispiele für vom Konsum profitierende Rohstoffe. Stahl, Aluminium und Eisenerz gehören zur zweiten Gruppe. Kupfer dürfte dank seiner Bedeutung zum Beispiel für die Herstellung von Klimaanlagen und Autos von dieser Entwicklung profitieren. China bleibt Innovationen und erneuerbaren Technologien verpflichtet. Elektroautos zum Beispiel benötigen bis zu drei Mal so viel Kupfer wie konventionell betriebene Autos.”

Nick Price, Manager des Fidelity Emerging Markets Fund:

“Der Goldpreis ist in den vergangenen Jahren gestiegen, Gold-Aktien haben diese Entwicklung jedoch nicht mitgemacht. In Südafrika gibt es mehrere attraktive Gold-Unternehmen, zum Beispiel Anglogold Ashanti und Harmony Gold. Die Hälfte von Wafi Golpu in Papua-Neuguinea gehört Harmony. Das Unternehmen steht für einen der größten Goldfunde der vergangenen 30 Jahre – an den Märkten wird das aber noch immer nicht entsprechend gewürdigt. Die Margen werden zwar durch Erforschungs- und Entwicklungskosten, Abbau, Bergbau und Veredelung vermindert, ihr Einfluss wird aber überbewertet. Anleger haben hier die Chance, bei höheren Goldpreisen von gleichbleibenden Kosten zu profitieren.”

Die zeitgleiche Kurs-Rally von edlen und unedlen Metallen wird von unterschiedlichen Kräften angetrieben. Ein Grund für die starke Aufwertung von Kupfer seit 2008 ist die weltweite wirtschaftliche Erholung seit der Rezession. Auch die hohe Nachfrage in den Schwellenländern und abnehmende Vorräte – vor allem in China – sowie Sorgen über künftige Angebotsschocks haben zu diesem Höhenflug beigetragen. Sollte sich das Wirtschaftswachstum weltweit oder in China verlangsamen, könnte das den starken Anstieg des Kupferpreises dämpfen.

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