Die Deutschen bleiben Sparfüchse!

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Zusätzlich verfügbares Geld legen die Deutschen eher zurück als es auszugeben, so das Ergebnis der aktuellen bevölkerungsrepräsentativen Studie von AXA Investment Managers. Auf die Frage „Stellen Sie sich einmal vor, Sie hätten 50.000 Euro zur freien Verfügung – was würden Sie mit dem Geld am ehesten machen?“ gaben 60 Prozent der Befragten an, dass sie das Geld anlegen würden. Je rund ein Drittel (35 %) würde eine größere Anschaffung tätigen oder die Familie beschenken (32 %). Nur 14 Prozent würden das Geld für Konsumzwecke nutzen.

(fw/mo) Als sicher geltende Anlageformen werden bevorzugt: So würden sich 30 Prozent für das klassische Sparbuch entscheiden (2009: 29 %) und 20 Prozent eine kurzfristige Geldanlage wählen (2009: 23 %). Für eine Aufstockung der Altersvorsorge würden nur noch 16 Prozent das Geld nutzen. Im Vorjahr waren es dagegen noch 21 Prozent. “Das Vertrauen in die Finanzbranche ist noch getrübt. Um flexibel zu bleiben, wählen Anleger deshalb eher kurzfristige Anlageformen”, begründet Karin Kleinemas, die für Nordeuropa zuständige Marketing-Chefin bei AXA Investment Managers.

Das Interesse an Investmentfonds steigt besonders unter den Fondsbesitzern wieder an: 17 Prozent würden das Geld in Fonds investieren. Im Vorjahr waren es noch 13 Prozent. “Die Fondsbesitzer haben von der Erholung der Märkte profitiert und scheinen dadurch optimistischer zu werden”, so Kleinemas. Auch die Altersvorsorgefähigkeit von Investmentfonds wird im Vergleich zum Vorjahr wieder positiver eingeschätzt: Knapp die Hälfte der Deutschen (49 %) sieht Investmentfonds als geeignet für die Altersvorsorge an (2009: 42%). Die Fondsbesitzer äußern sich überdurchschnittlich positiv: Sie bestätigen sogar zu 63 Prozent die Altersvorsorgetauglichkeit dieser Anlageform (2009: 62 %). “Die Bevölkerung traut Investmentfonds wieder mehr zu, ist aber nach wie vor noch relativ zurückhaltend, was tatsächliche Investitionen in Fonds angeht”, so Kleinemas weiter. So geben 54 Prozent (2009: 68%) der Nicht-Fondsbesitzer, die Fonds für altersvorsorgetauglich halten, an, dass mangelnde Liquidität sie von einer derartigen Investition abhält.

Ein Blick auf den Ländervergleich zeigt, dass die Deutschen mit ihrer Entscheidung für eine Rücklage nicht alleine dastehen: In allen untersuchten Ländern der Studie belegt die Geldanlage mit Abstand den ersten Platz. So würden in Österreich 51 Prozent, in der Schweiz 62 Prozent, in Belgien 70 Prozent und in den Niederlanden 58 Prozent die zusätzliche frei verfügbare Summe anlegen.