Deutschland verteilt kräftig um

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Deutschland gehört innerhalb der OECD zu den Staaten, die sich durch ein besonders geringes Maß an Nettoeinkommensungleichheit auszeichnen. Dies zeigt die Teilauswertung einer Studie des ifo Instituts für die Stiftung Familienunternehmen.

(fw/rm) „Deutschland verteilt im internationalen Vergleich viel um“, erklärt Gabriel Felbermayr, Leiter des ifo Zentrums für Außenwirtschaft und verantwortlich für die Studie. Mit einer mittleren Staatsquote gelingt es, das Maß der Ungleichheit beim Nettoeinkommen im Vergleich zum Bruttoeinkommen stark zu reduzieren. So weist die Entwicklung der Nettoeinkommensungleichheit auf Haushaltsebene, also der Ungleichheit nach Steuern und Transfers, seit 2005 keinen Anstieg mehr auf. Da gleichzeitig die Ungleichheit der Bruttoarbeitseinkommen zurückgegangen ist, hat der öffentliche Sektor offenbar einen großen Teil der Einkommensgewinne zur Sanierung der öffentlichen Kassen genutzt. In der Studie wurde noch nicht berücksichtigt, dass der Staat nicht nur durch Steuern und Transfers umverteilt, sondern auch durch die Bereitstellung öffentlicher Güter wie Bildung und Gesundheitsversorgung. Auch diese Faktoren müssen für eine solide Beurteilung der Ungleichheit Berücksichtigung finden. Publikation Felbermayr, Gabriel, Michele Battisti und Sybille Lehwald, “Einkommensungleichheit in Deutschland, Teil 2: Die Rolle der Umverteilung”, ifo Schnelldienst 69 (14), 2016, 22-29:

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